Sodbrennen durch Übergewicht

Übergewichtige Personen leiden besonders oft an Sodbrennen, denn überschüssige Kilos können u. a. die Funktion des Speiseröhrenschließmuskels einschränken. Mit dem erhöhten Risiko für Sodbrennen steigt auch die Gefahr, eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis) zu entwickeln.

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Wie Übergewicht Sodbrennen begünstigt

Übergewicht kann aus verschiedenen Gründen zu Sodbrennen führen: Je mehr Kilos sich um den Bauch herum verteilen, desto höher ist der Druck auf Magen und Speiseröhre. Dadurch wird der Mageninhalt nach oben gepresst. Dieser dauerhaft erhöhte Druck kann dazu führen, dass der obere Schließmuskel den Magen nicht mehr richtig zur Speiseröhre hin abdichtet. So kann Magensäure leichter in die Speiseröhre aufsteigen und unangenehme Sodbrennen Symptome verursachen. Hinzu kommt, dass bei Übergewicht die Selbstreinigungsfunktion der Speiseröhre nachlässt.

Mit steigendem Übergewicht erhöht sich zudem das Risiko für einen Zwerchfellbruch (Hiatushernie). Hierbei verliert der Speiseröhrenschließmuskel seine Stütze und dichtet den Magen nur noch unvollständig ab, was sich u. a. durch Sodbrennen äußert. Ein Zwerchfellbruch fördert außerdem die Entstehung einer Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis). Bei Übergewicht liegt das Risiko für eine Speiseröhrenentzündung um 80 % höher als bei Normalgewichtigen.

Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung

Der wichtigste Baustein in der Sodbrennen Behandlung bei Übergewicht ist die Gewichtsreduktion. Dadurch sinkt der Druck auf den Magen und die Spannung des Speiseröhrenschließmuskels steigt wieder. Eine Ernährungsumstellung kann hier gleich doppelt wahre Wunder bewirken. Denn viele kalorienreiche Speisen, die die Entstehung von Übergewicht fördern, sind gleichzeitig potentielle Auslöser von Sodbrennen. So machen sich z. B. fettreiche und stark zuckerhaltige Lebensmittel schnell als zusätzliche Pfunde bemerkbar – und können gleichzeitig zu Sodbrennen führen. Die zweite tragende Säule jeder Gewichtsabnahme ist regelmäßige Bewegung. Dabei hilft es anfangs oft, kleine Veränderungen in den Alltag einzubauen, z. B. konsequent die Treppe statt den Aufzug zu nehmen oder eine Bushaltestelle früher auszusteigen und den Rest der Strecke zu laufen. Wenn es um ein geeignetes Trainingsprogramm geht, ist zu bedenken, dass den Magen drückende oder schüttelnde Sportarten Sodbrennen begünstigen. Deshalb sind z. B. Gewichtheben, Radfahren mit vorgebeugtem Oberkörper oder Langstreckenläufe ungünstig. Zu den magenfreundlichen Sportarten zählen z. B. Nordic Walking, Wandern oder Radfahren in aufrechter Haltung.

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