Was ist der Magen?

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5. August 2018
Lesedauer: ca. 6 Minuten

Der Magen ist eine sackartige Erweiterung unseres Verdauungsschlauchs. Mit Hilfe seiner Muskeln zerkleinert er unsere Nahrung und durchmengt sie mit Magensäure. Den daraus entstandenen Speisebrei gibt er dann portionsweise in den Dünndarm ab. Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Aufbau und die Funktionen des Magens sowie die wichtige Rolle der Magensäure.

So ist der Magen aufgebaut

Unser Magen ist das Bindeglied zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm. Er ist ca. 20-30 cm lang und reicht vom Zwerchfell in etwa bis zum Bauchnabel. Von seinem Aufbau her ist der Magen aber keineswegs nur ein einfacher Schlauch. Denn er ist aus ganz unterschiedlichen Abschnitten aufgebaut:

  • Magenmund (Kardia),
  • Magengewölbe (auch Magengrund oder Fundus genannt),
  • Magenkörper (Korpus),
  • Magenvorhof (Antrum) und
  • Magenpförtner (Pylorus).

Der Magenmund (Kardia) bildet den Übergang von der Speiseröhre zum Magen. Hier sorgt der Speiseröhrenschließmuskel dafür, dass die Nahrung gezielt von der Speiseröhre in den Magen gelangt. Der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux) ist hingegen normalerweise nicht möglich.

Direkt neben dem Magenmund liegt das Magengewölbe (Magengrund oder Fundus). In diesem Abschnitt sammelt sich vor allem geschluckte Luft, die von Zeit zu Zeit als Rülpser wieder ausgestoßen wird. An das Magengewölbe schließt sich der Magenkörper (Korpus) an. Dieser hakenförmige Hauptteil des Magens ist elastisch. Deshalb kann er größere Nahrungsmengen speichern. Weiterhin zerkleinern seine kräftigen Muskeln die Mahlzeiten und vermengen sie mit Magensäure. Dabei wird der Speisebrei mit wellenartigen Muskelbewegungen zum Magenvorhof (Antrum) transportiert. Am Ende des Vorhofes befindet sich der Magenausgang mit seinem ringförmigen Schließmuskel, dem Magenpförtner (Pylorus). Dieser verschließt den Magenausgang. Er öffnet sich nur dann, wenn Speisebrei in den Darm abgegeben werden soll.

Wichtig für Sie

Als Teil unseres Verdauungssystems verbindet der Magen Speiseröhre und Darm miteinander. Das 20-30 cm lange Organ liegt unter dem Zwerchfell und reicht etwa bis zum Bauchnabel. Aufgebaut ist er aus mehreren unterschiedlichen Abschnitten.

Die Funktionen des Magens: mehr als nur Verdauung

Unser Magen hat gleich mehrere Funktionen, nämlich

  • das Speichern von Nahrung,
  • das Zerkleinern und Vorverdauen der Nahrung,
  • die Keimabwehr sowie
  • die gleichmäßige Abgabe von Nahrungsbrei an den Darm.

Dank flexibler Magenwände ist der Magen dehnbar. Deshalb kann er komplette Mahlzeiten speichern und später weiterverarbeiten. Dabei wird der Speisebrei zuerst mechanisch zerkleinert. Danach beginnt die eigentliche Verdauung. Dafür produzieren spezielle Drüsenzellen in der Magenschleimhaut den Magensaft aus Magensäure, Verdauungsenzymen und Transportmolekülen. Der Magensaft löst die Nähstoffe aus dem Nahrungsbrei heraus, so dass sie vom Körper aufgenommen werden können.

Mit der Nahrung nehmen wir auch krankmachende Bakterien und Keime auf. Der Magensaft ist jedoch so aggressiv, dass er die allermeisten Krankheitserreger abtöten kann. Der Magen spielt daher auch bei der Infektionsabwehr eine große Rolle.

Ist die Nahrung vorverdaut und frei von Keimen, gibt der Magen den Speisebrei in kleinen Portionen in den Darm ab. Auf diese Weise wird der Darm nicht überfordert und eine regelmäßige Nährstoffversorgung ist sichergestellt.

Wichtig für Sie

Der Magen hat mehrere Funktionen. Er speichert und verdaut unsere Nahrung vor, außerdem sorgt er dafür, dass Krankheisterreger zuverlässig abgetötet werden.

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Die Rolle der Magensäure

Um seine Funktionen erfüllen zu können, benötigt der Magen die Magensäure. Sie besteht aus Salzsäure und sorgt für den sauren pH-Wert des Magensafts. Weil die Magensäure sehr aggressiv ist, kann sie

  • die Nahrung zersetzen und
  • Keime abtöten.

Um dabei die Säurebelastung im Magen möglichst gering zu halten, produziert der Magen immer nur so viel Säure wie nötig. Bestimmte Reize regulieren hierbei die Abgabemenge.

Die Magenschleimhaut: wichtig für Verdauung und Magenschutz

Unser gesamter Magen wird von einer Magenschleimhaut ausgekleidet. Ihre Hauptfunktionen sind

  • die Produktion von Magensaft und
  • der Schutz des Magens vor der Magensäure.

Die Drüsenzellen der Magenschleimhaut produzieren den Magensaft. Gleichzeitig sondern sie einen zähflüssigen Schleim ab. Dieser schützt die gesamte Magenwand vor dem Kontakt mit dem Magensaft und der aggressiven Magensäure.

Sodbrennen, Übelkeit, Völlegefühl: was tun, wenn der Magen streikt?

Eigentlich ist unser Magen ein robustes Organ. Doch gelegentlich schlägt auch ihm etwas auf den Magen. Dann können die Magenfunktionen eingeschränkt oder gestört sein. Mögliche Auslöser dafür sind unter anderem falsche Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht und Stress. Denn der Magen reagiert auf diese Belastungen häufig mit einer Überproduktion an aggressiver Magensäure. Und manchmal ist auch die Funktion des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen beeinträchtigt. Die Folgen sind:

  • Speiseröhrenbrennen
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • saures Aufstoßen und
  • Völlegefühl

Treten solche Beschwerden nur vorübergehend auf, sind sie jedoch in der Regel harmlos und gut zu behandeln. Hilfreich sind dann vor allem

  • ein gesunder Lebensstil
  • eine ausgewogene und magenfreundliche Ernährung und
  • Hausmittel, z. B. bestimmte Kräuter

Bei akuten leichten Beschwerden können Sie den Magen auch durch rezeptfrei erhältliche Medikamente bei Sodbrennen entlasten.

Wichtig für Sie

Falsche Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht oder Stress können den Magen in seiner Funktion beeinträchtigen. Häufig leiden Betroffene dann unter Sodbrennen, Magenschmerzen oder saurem Aufstoßen. Leichte Beschwerden sind jedoch in der Regel gut behandelbar.

Der Magen ist ein Teil unseres Verdauungssystems und liegt zwischen Speiseröhre und Darm. Dabei reicht er vom Zwerchfell liegend bis hinunter zum Bauchnabel und besteht aus mehreren Abschnitten. In diesen Abschnitten werden die verschiedenen Funktionen des Magens ausgeführt: das Speichern, Zerkleinern und Vorverdauen unserer Nahrung sowie die Keimabwehr. Falsche Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht oder Stress können den Magen jedoch bei seiner Arbeit stören. Dies macht sich oftmals mit Sodbrennen, Magenschmerzen oder saurem Aufstoßen bemerkbar. Dabei sind gelegentlich auftretende Beschwerden aber normalerweise gut in den Griff zu bekommen. In dieser Situation hilft ein gesunder Lebensstil, eine magenfreundliche Ernährung und Hausmittel. Bei akuten Beschwerden stehen auch verschiedene rezeptfrei erhältliche Medikamente zur Verfügung.

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AutorMedhacon, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

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