Der Aufbau des Magens

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5. August 2018
Lesedauer: ca. 8 Minuten

Der Magen ist ein Verdauungsorgan und somit Teil unseres Verdauungstraktes. Er nimmt Nahrung aus der Speiseröhre auf und gibt sie später an den Dünndarm, genauer gesagt den Zwölffingerdarm, weiter. Mit Hilfe des Magens können wir die aufgenommene Nahrung speichern. Außerdem beginnt die Verdauung unseres Essens bereits hier. Denn im Magen wird der Speisebrei zerkleinert, mit Magensaft vermengt und auf die weitere Verarbeitung im Dünndarm vorbereitet. Sein Aufbau ist dabei perfekt an seine Verdauungsaufgaben angepasst. Erfahren Sie nun mehr zu Lage und Aufbau unseres Magens.

Die Lage des Magens: direkt unter dem Zwerchfell

Unser gesamter Verdauungstrakt ist ein großer Muskelschlauch, der im Mund beginnt und am Darmausgang endet. Der Magen ist hier eine Aussackung dieses Verdauungsschlauchs und verbindet Speiseröhre und Zwölffingerdarm. Als muskulöses Hohlorgan besteht er aus einer dicken Wand aus Binde- und Muskelgewebe. Dabei ist die Magenwand von innen her mit einer dicken Schleimhaut ausgekleidet.

Der Magen liegt auf der linken Seite der Bauchhöhle direkt unter dem Zwerchfell. Von dort reicht er hinunter bis unter den rechten Rippenbogen, ungefähr auf der Höhe des Bauchnabels. In seiner Form erinnert der Magen dabei an einen großen Haken, denn die eine Seite des Magens ist deutlich länger als die andere. Die genaue Größe und Form sind allerdings von Mensch zu Mensch recht unterschiedlich. Außerdem spielen Füllungszustand, aber auch Körperlage und das Lebensalter eine Rolle. Mäßig gefüllt ist das Hohlorgan Magen etwa 20-30 cm lang und hat ein Aufnahmevermögen von rund 1,2 bis 1,6 Litern.

Der Magen ist locker zwischen den anderen Organen im Oberbauch aufgehängt. Dadurch kann er sich relativ frei bewegen, ohne dass wir etwas davon spüren. Diese Beweglichkeit unterstützt den Magen in seiner Verdauungsfunktion bei der mechanischen Durchmischung des Nahrungsbreis.

Wichtig für Sie

Der Magen ist ein muskulöses Hohlorgan zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm. Er ist im Oberbauch direkt unter dem Zwerchfell so aufgehängt, dass er sich von uns unbemerkt gut bewegen kann. Je nach Körpergröße, Lebensalter und Füllungszustand ist der Magen etwa 20-30 cm lang.

Der Aufbau des Magens vom Eingang bis zum Ausgang

Unser Magen besteht aus mehreren Abschnitten.

  • Magenmund (Kardia),
  • Magengewölbe (auch Magengrund oder Fundus genannt),
  • Magenkörper (Korpus),
  • Magenvorhof (Antrum) und
  • Magenpförtner (Pylorus).

Am Eingang des Magens liegt der Magenmund (Kardia). An dieser Stelle geht die Speiseröhre in den Magen über. Spiralförmige Muskelschlingen trennen die beiden Organe voneinander und sorgen dafür, dass der Magen fast immer fest verschlossen ist. Lediglich beim Schlucken öffnen sie sich kurz, um Nahrung in den Magen hineinzulassen. Funktioniert dieser Verschlussmechanismus nicht richtig, kann saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen (Reflux). Oftmals entstehen dann Beschwerden, wie Sodbrennen oder Entzündungen.

Direkt links vom Mageneingang wölbt sich der Magen zum Zwerchfell hoch. In diesem sogenannten Magengewölbe (Fundus) sammelt sich die Luft, die wir beim Essen mitschlucken.

Der Magenkörper (Korpus) bildet den Hauptteil des Magens mit seiner hakenförmigen Krümmung. Die nach außen gebogene Seite wird dabei als große Magenkrümmung (große Kurvatur) bezeichnet. Sie ist nach links unten gerichtet. Die gegenüberliegende, nach innen gewölbte Magenseite nennt man kleine Magenkrümmung (kleine Kurvatur). Sie ist nach oben rechts gerichtet. Mit seinen elastischen Wänden kann sich der Magenkörper bei Bedarf so ausdehnen, dass eine ganz Mahlzeit hineinpasst. Die Nahrung wird durchgeknetet, mit Magensaft vermischt und vorverdaut. Fettreiche Speisen verweilen hier besonders lange.

Zum Darm hin wird der Magenkörper enger und mündet in den Magenvorhof (Antrum). Am Ende des Magenvorhofs liegt der Magenausgang. Hier verschließt der Magenpförtner (Pylorus), ein ebenfalls ringförmiger Schließmuskel, den Magen. Er öffnet sich nur gelegentlich, wenn entsprechende Nervenreize das Signal dafür geben. Dann gibt er vorverdaute Nahrung in den Zwölffingerdarm ab.

Die Wand des Magens besteht neben Bindegewebe aus einer starken Muskulatur. Mit ihrer Hilfe kann sich der Magen wellenförmig bewegen. Dadurch wird der Nahrungsbrei regelrecht durchgeknetet und zum Darm transportiert. Wenn Ihnen bei sportlicher Aktivität (z.B. bei schnellen und ungewohnten Bewegungen) beispielsweise Unwohl oder Übel wird, kann das auch am Magen liegen. Denn durch die Bewegungen wird auch die Magenbewegung gefördert. Eventuell kann dadurch Sodbrennen ausgelöst werden.

Wichtig für Sie

Der Magen ist aus mehreren Abschnitten aufgebaut, in denen unterschiedliche Aufgaben erfüllt werden. Jeder Abschnitt ist dabei perfekt an seine Funktion im Magen angepasst. Die Magenwand ist mit einer kräftigen Muskulatur ausgestattet. Diese ermöglicht es dem Magen, den Nahrungsbrei kräftig durchzukneten und in Richtung Darm weiterzutransportieren.

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Die Magenschleimhaut: wichtig für Verdauung und Magenschutz

Im seinem Inneren ist der Magen mit einer dicken Schleimhaut ausgekleidet. Sie besteht aus ziehharmonikaähnlichen, mit bloßem Auge sichtbaren Falten. Diese verlaufen straßenartig vom Mageneingang zum Magenausgang. Flüssigkeiten können auf diesem Weg schnell durch den Magen fließen. Außerdem ist die Schleimhaut von Drüsen übersäht. Diese produzieren die Bestandteile des Magensafts, Hormone sowie einen schützenden Schleim.

Magensäure und sogenannte Verdauungsenzyme sind die wesentlichen Bestandteile unseres Magensafts und für unsere Verdauung unentbehrlich. Denn die aus Salzsäure bestehende Magensäure zersetzt die Nahrung, die dann von den Verdauungsenzymen weiter aufgespalten wird. Pro Tag produzieren die Drüsen der Magenschleimhaut ungefähr 3-4 Liter Magensaft.

Mit einem pH-Wert von 1-1,5 ist der Magensaft eine starke Säure. Zum Schutz des Magens vor dieser aggressiven Flüssigkeit produzieren die Drüsen der Magenschleimhaut einen zähflüssigen Schleim. Er überzieht die Magenwand von oben bis unten und schützt sie auf diese Weise vor dem Kontakt mit der Säure. Zum weiteren Schutz enthält der Schleim Bikarbonat. Dieser Stoff neutralisiert die Säure in Drüsennähe und sorgt so dafür, dass die Schleimhaut sich nicht selber verdaut.

Gesteuert wird die Abgabe von Magensaft unter anderem über das zentrale Nervensystem. Es gibt den Drüsen in der Magenschleimhaut das Signal zur vermehrten Magensaftabgabe, sobald Nahrung in den Magen gelangt. Außerdem können Hormone, wie beispielsweise Gastrin, die Produktion von Magensaft beeinflussen. Und auch bestimmte Nahrungsmittel, z.B. Kaffee, kurbeln als sogenannte Säurelocker die Bildung des Magensaftes an.

Wichtig für Sie

In der Magenschleimhaut wird der für die Verdauung wichtige Magensaft produziert. Um sich vor dem aggressiven Magensaft zu schützen, sondern die Drüsen der Magenschleimhaut eine dicke Schleimschicht ab. So verdaut sich der Magen nicht selbst. Die Magensaftproduktion wird über das zentrale Nervensystem und Hormone gesteuert. Außerdem können bestimmte Nahrungsmittel die Säureproduktion anregen.

Der Magen und seine Beschwerden: Sodbrennen & mehr

Der Magen ist durch seinen Aufbau optimal an seine Verdauungsfunktion angepasst. Trotzdem kommt es manchmal zu Problemen. Vor allem von Beschwerden wie Sodbrennen oder säurebedingten Magenbeschwerden können viele Menschen ein Liedchen singen. Denn unter anderem können eine falsche Ernährung, Übergewicht, Stress und bestimmte Medikamente die Magensäureproduktion steigern oder die Magenmuskulatur schwächen. Magenein- und ausgang werden dann nicht mehr richtig verschlossen.

Gelangt dann aggressive Magensäure in die Speiseröhre, reizt sie dort die empfindliche Schleimhaut. Ein unangenehmes Brennen ist die Folge, häufig verbunden mit saurem Aufstoßen. Um Ihren Magen zu entlasten, können Sie in solchen Fällen zu magensäureneutralisierenden Medikamenten wie RIOPAN greifen. Bei häufigen oder sehr starken Beschwerden sollten Sie allerdings einen Arzt konsultieren.

Wichtig für Sie

Obwohl der Magen durch seinen speziellen Aufbau perfekt an seine Aufgabe als Verdauungsorgan angepasst ist, kommt es gelegentlich zu Beschwerden wie Sodbrennen oder säurebedingten Magenbeschwerden. Ausgelöst werden die Probleme häufig durch eine falsche Ernährung, Übergewicht, Stress oder Medikamente. Magensäureneutralisierende Medikamente können dann den Magen entlasten.

Der Magen ist ein Teil unseres Verdauungstraktes und verbindet Speiseröhre und Zwölffingerdarm. Er liegt im Oberbauch direkt unter dem Zwerchfell und reicht ungefähr bis zum Bauchnabel. Je nach Körpergröße, Lebensalter und Füllungszustand ist der Magen etwa 20-30 cm lang. Aus mehreren Abschnitten aufgebaut ist der hakenförmig gekrümmte Magen dabei perfekt an seine Verdauungsfunktion angepasst. Mit Hilfe seiner kräftigen Muskulatur kann er den Nahrungsbrei kräftig durchkneten und zum Darm weitertransportieren. In den Drüsen der Magenschleimhaut wird Magensaft produziert. Er ist zur Verdauung nötig. Zusätzlich sondern die Drüsen Schleim ab, der den Magen gegen die aggressive Magensäure schützt. Dennoch kommt es manchmal zu Problemen, wenn zu viel Magensäure gebildet wird oder die Magenmuskulatur beeinträchtigt ist. Ausgelöst werden die Probleme dabei meist durch eine falsche Ernährung, Übergewicht, Stress oder Medikamente. Treten säurebedingte Magenbeschwerden oder Sodbrennen gelegentlich auf, kann man diese Beschwerden jedoch gut mit magensäureneutralisierenden Medikamenten wie RIOPAN in den Griff bekommen.

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AutorMedhacon, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

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