Behandlung bei Reflux: diese Optionen gibt es

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31. August 2018
Lesedauer: ca. 6 Minuten

Reflux-Symptome können mit verschiedenen Arzneimitteln behandelt werden. Zum Beispiel mit Antazida oder Protonenpumpenhemmern. Und auch eine gesunde Lebensweise sowie gezielte Verhaltensmaßnahmen bringen Besserung. Helfen Medikamente und Verhaltensänderungen jedoch nicht, kann auch eine Anti-Reflux-Operation in Frage kommen. Hier erfahren Sie, welche Behandlung bei Reflux hilft und wann eine Anti-Reflux-Operation sinnvoll sein kann.

Medikamente bei Sodbrennen: Antazida, Protonenpumpenhemmer und H2-Blocker

Gelegentliches Sodbrennen, z. B. nach einem reichhaltigen Essen, kann man einfach und schnell in den Griff bekommen. Unter anderem mit Antazida. Diese Säurebinder neutralisieren die aggressive Magensäure. Dabei greifen sie jedoch nicht in den Prozess der Magensäureproduktion ein. Gut eignen sich sogenannte Schichtgitterantazida. Zu den Wirkstoffen mit dieser Gitterstruktur zählt unter anderem Magaldrat. Es ist in RIOPAN enthalten und neutralisiert im Gegensatz zu den herkömmlichen Antazida nicht die gesamte Magensäure. Lediglich das schädliche Zuviel wird gebunden. Die Magenfunktionen der Verdauung und der Keimabwehr werden nicht gestört. Schichtgitterantazida wie RIOPAN lindern Sodbrennen deshalb effektiv und schonend.

Bei stärkeren oder häufigeren Beschwerden können andere Medikamente gefragt sein, z. B. Protonenpumpenhemmer. Diese Präparate werden auch als Protonenpumpeninhibitoren, kurz PPI, bezeichnet. Sie greifen im Gegensatz zu den Antazida in die Magensäureproduktion ein und blockieren diese. So sorgen diese sogenannten Säureblocker dafür, dass der Magen grundsätzlich weniger Säure produziert.

Bis die volle Wirkung der PPI eintritt, dauert es etwas länger als bei den sofort wirksamen Antazida. Aber mit PPI wie beispielsweise Pantozol Control® bessern sich auch starke Beschwerden meist schon nach einem Tag.

Sodbrennen wird manchmal auch mit sogenannten H2-Blockern behandelt. Ebenso wie die PPI sind sie Säureblocker. Der Wirkmechanismus ist allerdings unterschiedlich. Denn die H2-Blocker hemmen nicht die Produktion der Magensäure, sondern ihre Abgabe in den Magen. Dabei ist die Wirkung grundsätzlich etwas schwächer als die der PPI. Deshalb sind die H2-Blocker zumeist das Mittel zweiter Wahl, wenn PPI nicht vertragen werden.

Sodbrennen lässt sich also mit verschiedenen Medikamenten bekämpfen. Aber sowohl Säurebinder als auch Säureblocker lindern dabei lediglich die Beschwerden. Die Ursache des Sodbrennens beheben sie jedoch nicht. Wenn Ihre Beschwerden sich trotz Einnahme von Medikamenten nach 14 Tagen nicht gebessert haben, suchen Sie Ihren Arzt auf, um die Ursache festzustellen.

Anti-Reflux-Operation: nur in Ausnahmefällen

Eine Anti-Reflux-Operation (Fundoplikatio) wird nur in bestimmten Fällen durchgeführt, nämlich wenn

  • die Einnahme von Medikamenten langfristig nicht den gewünschten Erfolg bringt,
  • die Sodbrennen-Mittel nicht vertragen werden
  • junge Menschen nicht ständig auf Medikamente angewiesen sein wollen

Bei dem Eingriff wird der obere Magenteil um das untere Ende der Speiseröhre herumgewickelt und daran befestigt. Dadurch soll der Speiseröhrenschließmuskel gestärkt und Reflux verhindert werden. Die Operation findet dabei zumeist minimalinvasiv statt. Das bedeutet, dass die Operation durch einen ganz kleinen Schnitt in der Bauchhöhle erfolgt und später nur eine kleine Narbe bleibt.

Nach der erfolgreichen Operation benötigen die Menschen meistens weniger Medikamente. Vollständig auf Medikamente verzichten können sie jedoch in der Regel nicht.

Mögliche Nachteile der Anti-Reflux-Operation

Wie jede Operation ist auch die Fundoplikatio mit gewissen Risiken verbunden.
Häufig kommt es nach dem Eingriff zu leichten Beschwerden wie

  • Blähungen,
  • vermehrtem Aufstoßen und
  • Schluckbeschwerden.

In seltenen Fällen treten jedoch auch schwerwiegende Komplikationen auf. Dazu zählen Blutungen, Organverletzungen und Infektionen. Aufgrund dieser Risiken ist eine Fundoplikatio bei älteren Menschen generell nicht empfohlen.

Wichtig für Sie

In einer Anti-Reflux-Operation wird der Speiseröhrenschließmuskel verstärkt, um Reflux entgegenzuwirken. Diese Operation wird aber nur in bestimmten Fällen erwogen, beispielsweise bei Patienten, bei denen Medikamente nicht ausreichend wirken oder die Medikamente nicht vertragen. Allerdings ist der Eingriff mit gewissen Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen verbunden. Für ältere Menschen ist diese Behandlungsoption deshalb nicht geeignet.

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Maßnahmen zur Unterstützung Ihres Magens

Mit einigen geeigneten Maßnahmen können Sie selber Ihren Magen zusätzlich unterstützen. Dadurch werden die Beschwerden auf Dauer weniger. Und im besten Fall verringert sich auch der Medikamentenverbrauch. Für eine wirkungsvolle Entlastung des Magens müssen Sie aber erst einmal die Auslöser für Ihre Beschwerden kennen. Achten Sie deshalb darauf, welche Nahrungsmittel Sie schlecht vertragen. Haben Sie die Übeltäter dann identifiziert, besteht die erste Maßnahme im konsequenten Vermeiden dieser Lebensmittel. Zusätzlich sollten Sie auch

  • fett- und zuckerreiche Speisen,
  • scharfe Gewürze,
  • Alkohol, Koffein und Nikotin sowie
  • kohlensäurehaltige Getränke

meiden. Denn diese Lebensmittel können Sodbrennen verstärken. Weiterhin kann auch Übergewicht Sodbrennen fördern. Versuchen Sie deshalb, überflüssige Kilos loszuwerden. Beispielsweise durch eine kalorienärmere, ausgewogene Ernährung und viel Bewegung. Langfristig entlasten Sie damit Ihren Magen und die Verdauung.

Weitere Tipps: das könnte Ihnen auch helfen

Neben dem Vermeiden schlecht verträglicher Lebensmittel und Abnehmen gibt es weitere Tipps, um Sodbrennen und saurem Aufstoßen entgegenzuwirken.

  • Ersetzen Sie die 3 großen Hauptmahlzeiten durch mehrere kleine, leicht verdauliche Speisen.
  • Mit gezielten Atemübungen können Sie den Magen stärken und so Reflux verringern.

Und wenn Sie vor allem nachts von Sodbrennen geplagt werden:

  • Nehmen Sie die letzte Mahlzeit am Abend 3 – 4 Stunden vor dem Zubettgehen zu sich.
  • Lagern Sie den Oberkörper zum Schlafen hoch.

Eine Erfolgsgarantie gibt es bei all diesen Maßnahmen leider nicht. Schließlich leiden auch sehr schlanke und gesund lebende Menschen unter Sodbrennen und Reflux. Allerdings lohnen sich diese Verhaltensänderungen dennoch. Denn Gesundheit und Wohlbefinden werden gestärkt.

Wichtig für Sie

Mit gezielten Maßnahmen können Sie Ihren Magen entlasten und Sodbrennen reduzieren. Wichtig ist zum Beispiel, dass Sie Lebensmittel meiden, die Sie schlecht vertragen, Übergewicht reduzieren und am Abend nicht zu spät essen.

Refluxbeschwerden werden je nach Häufigkeit und Stärke unterschiedlich behandelt. Bei gelegentlichem Sodbrennen und saurem Aufstoßen haben sich Schichtgitterantazida wie RIOPAN gut bewährt. Dieser Säurebinder neutralisiert gezielt das Zuviel an Magensäure. Stärkere oder häufigere Beschwerden werden hingegen meist mit Protonenpumpenhemmern behandelt. Dazu zählt zum Beispiel Pantozol Control®. Es hemmt als sogenannter Säureblocker die Magensäureproduktion. Zu den Säureblockern gehören auch die H2-Blocker. Diese können ebenfalls zur Linderung von Sodbrennen eingesetzt werden.
In seltenen Fällen kann eine Anti-Reflux-Operation sinnvoll sein, um den Reflux zu beseitigen. Beispielsweise, wenn Medikamente nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Allerdings ist dieser Eingriff mit gewissen Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Für ältere Menschen ist er deshalb nicht empfehlenswert. Zusätzlich zu den genannten Behandlungen ist es wichtig, den Magen zusätzlich zu entlasten. Meiden Sie deshalb schlecht verträgliche und Sodbrennen fördernde Lebensmittel und reduzieren Sie Übergewicht.

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AutorMedhacon, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

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