Speiseröhrenentzündung bei Reflux

Alternative Text
10. August 2018
Lesedauer: ca. 7 Minuten

Als Speiseröhrenentzündung oder Ösophagitis bezeichnet man eine Entzündung der Schleimhaut in der Speiseröhre (Ösophagus). Sie entsteht zumeist durch den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre, dem sogenannten Reflux. Deshalb wird diese Art der Entzündung in Fachkreisen oft auch als Refluxösophagitis bezeichnet. Hier erfahren Sie mehr über Symptome, Diagnostik und Behandlung einer Speiseröhrenentzündung.

Symptome der Speiseröhrenentzündung

Die Speiseröhre ist innen von einer schützenden Schleimhaut ausgekleidet. An ihr entlang rutscht die Nahrung problemlos hinunter bis in den Magen. Bei wiederkehrenden, aggressiven Reizungen, beispielsweise durch sauren Mageninhalt, entzündet sich diese Schleimhaut jedoch. Normalerweise ist dabei aber nicht die gesamte Speiseröhrenschleimhaut entzündet, sondern nur ein bestimmter Abschnitt. Der entzündete Abschnitt schmerzt, und meist treten weitere Symptome auf

Wichtig für Sie

Bei einer Speiseröhrenentzündung sind Teile der Speiseröhrenschleimhaut entzündet. Dadurch werden Schmerzen und weitere Symptome, wie Sodbrennen und saures Aufstoßen, hervorgerufen.

Ursachen: Meistens ist Reflux an der Entzündung schuld

In den meisten Fällen ist Reflux die Ursache für eine Speiseröhrenentzündung. Denn beim Rückfluss von Mageninhalt gelangt auch aggressive Magensäure in die Speiseröhre und schädigt dort das Gewebe. Eine Refluxösophagitis entsteht. Die Refluxösophagitis ist deshalb auch durch Reflux-Symptome gekennzeichnet.

Leiden Sie unter Reflux, machen Sie sich jedoch keine vorschnellen Sorgen. Denn nicht jeder Betroffene hat auch gleich eine Refluxösophagitis. Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn mehrere Symptome gleichzeitig auftreten. Denn dann könnte sich die Speiseröhre tatsächlich entzündet haben.

Wichtig für Sie

Häufigste Ursache für eine Speiseröhrenentzündung ist Reflux. Denn bei Reflux gelangt Magensäure in die Speiseröhre und schädigt diese. Allerdings entwickelt sich nicht aus jedem Reflux zwangsläufig auch eine Refluxösophagitis.

Die Diagnose der Refluxösophagitis erfolgt beim Arzt

Vermuten Sie bei sich eine Speiseröhrenentzündung, ist ein Arztbesuch nötig. Denn nur er kann feststellen, ob die Speiseröhre wirklich entzündet ist. Dafür führt er eine Speiseröhrenspiegelung durch. Diese Untersuchung nennt man auch Ösophaguskopie. Dabei wird die Speiseröhre auf Entzündungszeichen (z. B. Rötung) und Veränderungen der Schleimhaut hin untersucht. Oftmals entnimmt der Arzt zusätzlich eine Gewebeprobe. Diese wird dann im Labor weiter untersucht, um Gewebeveränderungen auszuschließen. Zudem kann eine 12- oder 24-Stunden-Messung des Säuregehaltes in der Speiseröhre Aufschluss über die Säurebelastung geben. Ist ein Reflux verantwortlich für die Speiseröhrenentzündung, kann Ihr Arzt mit dieser Messung feststellen, wann der Rückfluss am größten ist.

Wichtig für Sie

Bei dem Verdacht auf eine Speiseröhrenentzündung ist eine ärztliche Untersuchung wichtig. Denn eine sichere Diagnostik kann nur mit Hilfe einer Speiseröhrenspiegelung erfolgen. Liegt ein Reflux zugrunde, führt der Arzt darüber hinaus eine sogenannte pH-Metrie durch. Damit misst er die Säurebelastung in der Speiseröhre.

Rezeptfrei in Ihrer Apotheke
Apotheke finden

Behandlung der Speiseröhrenentzündung: unbedingt nötig

Eine Refluxösophagitis ist behandlungsbedürftig. Denn eine dauerhafte Entzündung der Schleimhaut kann schädliche Langzeitfolgen nach sich ziehen. Beispielsweise können Gewebeveränderungen, wie Geschwüre und Vernarbungen, entstehen. Manchmal kommt es auch zu Schluckbeschwerden. Deshalb ist eine umfassende Therapie unter ärztlicher Aufsicht unbedingt erforderlich. Diese umfasst sowohl die Heilung der Entzündung als auch die Refluxbehandlung. Für die wirksame Therapie ist dabei eine Kombination aus eigenen Verhaltensänderungen und dem Einsatz von Medikamenten nötig.

So senken sie das Risiko für eine Speiseröhrenentzündung

Der erste Schritt zur Besserung ist, Ernährung und Lebensstil genau unter die Lupe zu nehmen. Hierbei gilt es, potentielle Refluxauslöser zu identifizieren und zu meiden. Dabei können schon kleine Veränderungen bereits wahre Wunder bewirken. Und Sie senken aktiv das Risiko für eine Speiseröhrenentzündung.

Wir empfehlen Ihnen:

  • Reduzieren Sie Lebensmittel, welche die Magensäureproduktion ankurbeln.
  • Verzichten Sie auf Alkohol, Koffein und Zigaretten.
  • Essen Sie abends spätestens 3-4 Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr.
  • Lagern Sie den Oberkörper beim Schlafen etwas höher, um den Säurerückfluss zu mindern.
  • Versuchen Sie, Übergewicht zu reduzieren

Kleiner Tipp

Mit regelmäßiger Bewegung und Sport purzeln die überschüssigen Pfunde schneller. Und gleichzeitig bauen Sie Stress ab. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Sie werden gleich 2 Auslöser von Refluxbeschwerden los: nämlich Übergewicht und Stress.

Medikamente entlasten die Speiseröhre

Verhaltensänderungen allein reichen in der Regel nicht aus, um sowohl den Reflux als auch die Speiseröhrenentzündung in den Griff zu kriegen. Deshalb ist eine zusätzliche Behandlung mit Medikamenten notwendig.

Zur Behandlung leichterer Beschwerden, wie Sodbrennen und saurem Aufstoßen, sind rezeptfrei in der Apotheke erhältliche Antazida gut geeignet. Insbesondere das flüssige RIOPAN Magen Gel legt sich wohltuend wie Balsam auf Speiseröhre und Magen. Gleichzeitig neutralisiert es die überschüssige Magensäure. Dadurch erlischt das Sodbrennen und Ihre Speiseröhre kann sich wieder erholen.

Weiterhin werden Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Pantozol Control zur Therapie einer Refluxösophagitis eingesetzt. Denn diese hemmen die Magensäureproduktion. Dadurch tritt Reflux seltener auf und Ihre Speiseröhre ist entlastet.

Wichtig für Sie

Zur Behandlung einer Refluxösophagitis sind Verhaltensänderungen und Medikamente nötig. Mit einer angepassten Ernährung, dem richtigen Verhalten vor und beim Schlafen sowie der Reduktion von Übergewicht und Stress können Sie dabei das Risiko für Reflux und eine Refluxösophagitis senken. Außerdem helfen bestimmte Medikamente, die Symptome zu lindern und den Reflux weiter zu reduzieren.

Von einer Speiseröhrenentzündung oder Ösophagitis sind Teile der Speiseröhrenschleimhaut betroffen. In den meisten Fällen liegt ein Reflux als Ursache zugrunde. Denn der aufsteigende saure Mageninhalt reizt die Speiseröhrenschleimhaut. Dadurch entstehen Schäden und die Speiseröhre entzündet sich. Dies ist oftmals mit Schmerzen verbunden. Zudem macht sie sich die Entzündung häufig auch durch Symptome wie Brennen oder Druck hinter dem Brustbein, Sodbrennen oder saurem Aufstoßen bemerkbar. Die sichere Diagnostik einer Refluxösophagitis kann dabei nur durch einen Arzt erfolgen. Steht die Diagnose fest, wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Diese umfasst sowohl die Umstellung des eigenen Verhaltens als auch den Einsatz von Medikamenten. Zur Linderung leichterer Beschwerden sind an dieser Stelle Antazida wie RIOPAN geeignet. Zur weiteren Reduktion von Reflux kommen außerdem Protonenpumpenhemmer wie Pantozol Control zum Einsatz.

Alternative Text
AutorMedhacon, Medical Writer
Alternative Text
Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

Sodbrennen kann unterschiedliche Ursachen haben, die dazu führen, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt.

Mehr

Mit welchen typischen Symptomen sich Sodbrennen äußert, wie es sich anfühlt und wann man einen Arzt konsultieren sollte.

Mehr

Bei der Behandlung von Sodbrennen sollte nur so viel Säure wie nötig neutralisiert werden, um die Verdauung nicht zu stören.

Mehr