Sodbrennen bei gestressten Menschen

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26. August 2018
Lesedauer: ca. 9 Minuten

Stressige und angespannte Tage, solche Phasen kennen wir alle. Bei jedem Menschen wirkt sich Stress allerdings unterschiedlich aus. Denn einige Menschen können stressige Zeiten gut aushalten, anderen hingegen schlägt der Stress unmittelbar auf den Magen. Dies kann sich dann als Sodbrennen oder säurebedingte Magenbeschwerden äußern. Doch keine Sorge! Der richtige Umgang mit Stress kann erlernt werden. Dadurch entlasten Sie Körper und Seele. Wie entsteht stressbedingtes Sodbrennen? Und welche Methoden zur Stressbewältigung gibt es?

Was ist Stress überhaupt? Ein Überbleibsel unserer Vorfahren

Unseren Vorfahren half Stress, um in gefährlichen Situationen schnell reagieren zu können: Der Körper schüttet die Nebennierenhormone Adrenalin und Kortisol aus und versetzt den Körper damit in Alarmbereitschaft. Bestimmte Körperfunktionen, wie beispielsweise Muskel- und Herztätigkeit, werden dadurch vermehrt aktiviert. Denn sie sind zur Gefahrenabwehr nötig. Die für Kampf oder Flucht unwichtigen Organe sind hingegen weitestgehend inaktiv.

Diese uralte Stressreaktion unseres Körpers hat sich bis heute nicht verändert. Allerdings entsteht der Stress mittlerweile meist in unseren eigenen Köpfen. So empfinden wir beispielsweise Erfolgsdruck, Überforderung und Ängste als Stress. Doch auch Schmerzen und andere körperliche Erfahrungen können Stressreaktionen auslösen.

Generell ist gelegentlicher Stress völlig harmlos. Er kann kurzfristig sogar hilfreich sein und unsere Leistung steigern. Ohne angemessene Entspannungsphasen gefährdet anhaltender Stress jedoch die Gesundheit. Denn diese dauerhafte Belastung führt zu körperlicher und seelischer Erschöpfung.

Wichtig für Sie

Stress versetzt unseren Körper in Alarmbereitschaft. Die Ausschüttung der Nebennierenhormone Adrenalin und Kortisol bewirkt dabei eine kurzfristige Leistungssteigerung. Anhaltender Stress schadet uns jedoch. Dann kann er zu Sodbrennen führen und gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

Wie führt Stress zu Sodbrennen?

Manche Menschen reagieren auf Stress mit Sodbrennen und/oder säurebedingten Magenbeschwerden. Denn die Ausschüttung von Adrenalin und Kortisol beeinflusst unseren gesamten Körper. So bewirken diese Hormone unter anderem einen Blutdruckanstieg. Dabei werden die Skelettmuskeln besser mit Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig steigt unsere Leistungsfähigkeit. Im Gegenzug werden andere Organe weniger gut mit Blut versorgt. Dazu zählt auch der Magen-Darmtrakt. Dies hat zur Folge, dass die Verdauung generell nur noch eingeschränkt abläuft. Außerdem werden die Muskeln in der Magenwand geschwächt. Deshalb transportieren sie den Speisebrei nur noch sehr langsam in Richtung Darm. Folglich bleibt die aufgenommene Nahrung länger im Magen und die Produktion von Magensäure wird angekurbelt.

Dadurch steigt die Gefahr für Reflux, dem Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Viele Menschen verspüren dann ein unangenehmes Brennen in der Speiseröhre. Auch andere Sodbrennen Symptome sind möglich.

Wichtig für Sie

Stress kann Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden auslösen. Denn der Körper fährt die Verdauungstätigkeit herunter und unsere Nahrung verbleibt länger im Magen. Dadurch wird die Produktion von Magensäure angeregt. Saurer Mageninhalt kann dann leichter in die Speiseröhre aufsteigen und Beschwerden verursachen.

Weniger Stress, weniger Beschwerden: das können Stressgeplagte gegen Sodbrennen tun

Stressbedingtes Sodbrennen kann sehr unangenehm sein. Denn oft geht es mit vielen lästigen Symptomen einher. So kommen zur hohen psychischen Belastung sehr schnell auch noch körperliche Beschwerden hinzu.

Um das Sodbrennen wieder loszuwerden, hilft jedoch nur eines: Sie müssen das Stresslevel reduzieren. Leider ist es jedoch nicht immer möglich, stressige oder belastende Situationen im Alltag zu vermeiden. Dann kann das Erlernen von Stressbewältigungsmethoden hilfreich sein. Einen Überblick über professionelle Stressbewältigungstechniken finden Sie im Folgenden. Welche Methode dabei für Sie persönlich geeignet ist, müssen Sie selber herausfinden. Denn nicht nur auf Stress reagiert jeder von uns unterschiedlich. Auch die Vorlieben und Bedürfnisse bei der Entspannung sind individuell verschieden. Finden Sie also heraus, was Ihnen persönlich guttut und Stress reduziert.

Doch lassen Sie den Kopf nicht hängen, wenn nicht gleich die erste Methode von Erfolg gekrönt ist. Probieren Sie ruhig mehrere Methoden aus. Die Wirksamkeit der allermeisten Stressbewältigungstechniken ist zwar nicht wissenschaftlich erwiesen. Dennoch machen viele Menschen positive Erfahrungen damit. Wollen Sie Ihre Situation wirklich verändern? Gehen Sie das Thema Stressbewältigung entschlossen an! Dann haben Sie gute Chancen, eine geeignete Methode für sich zu entdecken. So können Sie Stress und Sodbrennen langfristig bekämpfen.

Wichtig für Sie

Um stressbedingtes Sodbrennen dauerhaft loszuwerden, sollten Sie das Stresslevel langfristig mindern. Manchmal ist dies nicht in ausreichendem Maße möglich. Dann kann das Erlernen von Stressbewältigungsmethoden sinnvoll sein. Diese helfen allerdings nicht bei allen Menschen gleich gut. Daher sollten Sie mehrere Methoden ausprobieren, bis Sie die Richtige für sich entdeckt haben.

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Methoden und Verfahren zur Stressbewältigung

Es gibt eine ganze Reihe an Methoden und Verfahren zur Stressbewältigung.
Beispielhaft hierfür sind

  • Atemtherapie,
  • autogenes Training und progressive Muskelentspannung,
  • Biofeedback,
  • Hypnose,
  • Imagination und
  • kognitive Verhaltenstherapie.

Diese Techniken helfen nicht zwangsläufig jedem. Sie führen aber bei dem ein oder anderen durchaus zum Erfolg.
Wichtig ist dabei grundsätzlich

  • die innere Einstellung zur Methode,
  • die Entschlusskraft und
  • der allgemeine Gesundheitszustand.

Im Folgenden finden Sie Informationen zu einigen gängigen Stressbewältigungstechniken.

Körperspannung im Fokus: autogenes Training und progressive Muskelentspannung

Bei autogenem Training und der progressiven Muskelentspannung steht die Körperentspannung im Mittelpunkt. Denn die nervliche Anspannung macht sich vielfach auch durch angespannte Muskeln bemerkbar. Deshalb lernt man durch diese Techniken, gezielt bestimmte Muskelgruppen zu entspannen. Dies wirkt stresslösend und kann sich auch positiv auf stressbedingtes Sodbrennen auswirken. Der Vorteil ist, dass Sie die Übungen selbstständig an jedem beliebigen Ort durchführen können. Außerdem treten Erfolge meist bereits nach kurzer Zeit ein.

Biofeedback: das Verborgene wahrnehmen

Biofeedback heißt, dass Sie eine direkte Rückmeldung (engl. feedback) über die im Körper unwillkürlich ablaufenden Prozesse erhalten. Unwillkürlich bedeutet dabei, dass die Prozesse ohne unseren Willen stattfinden. Wenn Sie zum Beispiel Laufen, machen Sie dies zwar bewusst. Aber die dabei steigende Körpertemperatur können Sie nicht beeinflussen. Ziel des Biofeedbacks ist es, genau diese körperlichen Prozesse wahrnehmbar zu machen.
Dies kann man sich vorstellen wie bei einem Fitnessarmband. Beim Biofeedback wird jedoch nicht die am Tag zurückgelegte Laufstrecke aufgezeichnet. Vielmehr werden körperliche Zustände wie Herzschlag, Hirnströme, Körpermuskulatur und Muskelspannung erfasst. Mit Hilfe von Monitoren oder Tönen können Sie dabei Veränderungen des Körperzustands wahrnehmen. Ein Beispiel: Sie stehen unter Stress und Ihr Blutdruck steigt. Dann beginnen Sie mit einer Entspannungsübung. Mit Hilfe des Biofeedbacks sehen bzw. hören Sie dabei, ob Ihr Blutdruck wieder sinkt. So können sie dann beurteilen, ob diese Übung bei Ihnen hilft.

Belastungen entdecken und verändern: die kognitive Verhaltenstherapie

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie sollen belastende Denkweisen und Verhaltensmuster aufgedeckt werden. Denn nicht nur die unangenehme Situation an sich setzt einen unter Druck. Ausschlaggebend ist auch, wie schwerwiegend man diese einschätzt. Je schwieriger einem die Situation erscheint, desto höher steigt das Stresslevel. Ziel der Therapie ist daher, negative Denkweisen und Verhaltensmuster zu verändern. So werfen stressige Situationen einen nicht mehr so leicht aus der Bahn. Bei dieser Therapieform müssen Sie allerdings viel Geduld und Eigeninitiative mitbringen. Denn nur mit aktiver und selbstständiger Mitarbeit führt diese zum Erfolg.

Wichtig für Sie

Es gibt verschiedene Methoden der Stressbewältigung. Dazu zählen unter anderem autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Biofeedback sowie kognitive Verhaltenstherapie. Doch manche Menschen machen auch mit anderen Techniken, wie Atemtherapie oder Hypnose, gute Erfahrungen.

Weitere Maßnahmen: Erholung in den Alltag integrieren

Manchmal bietet sich keine Gelegenheit, bestimmte Übungen oder Techniken zu erlernen oder durchzuführen. Deshalb sind insbesondere in sehr stressigen Phasen kurze Erholungspausen wichtig. Diese in den Alltag einzubauen, geht ganz einfach.
Hier ein paar Ideen zum Abschalten und Energie tanken:

  • Hören Sie Ihre Lieblingsmusik und singen Sie laut mit, während Sie von Termin zu Termin eilen.
  • Belohnen Sie sich mit einem ausgiebigen Entspannungsbad.
  • Gespräche mit Freunden können sich stressmildernd auswirken.
  • Meditieren Sie regelmäßig für eine kurze Zeit.
  • Suchen Sie sich eine ausgleichende Sportart, z. B. Ausdauertraining.

Aber Achtung: Man sollte eine magenschonende Sportart wählen, zum Beispiel Nordic Walking. Denn auf den Magen drückende Bewegungen können Sodbrennen verursachen. Daneben gibt es viele weitere Ursachen von Sodbrennen.
Beispielsweise

  • bestimmte Lebensmittel,
  • ungünstige Essgewohnheiten und
  • Übergewicht.

Möglicherweise reicht Stressbewältigung daher alleine nicht aus, um das Sodbrennen loszuwerden. Achten Sie deshalb zusätzlich auch auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Übergewichtige sollten dabei zusätzlich abnehmen. So fühlen sich Körper und Seele wieder wohl. Und wenn es doch einmal zu akuten Beschwerden und Sodbrennen kommt? Dann schaffen schnell wirksame und gut verträgliche Antazida wie beispielsweise RIOPAN, schnelle Abhilfe. RIOPAN erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke.

Wichtig für Sie

Integrieren Sie bei Stress gezielt kleine Erholungsphasen in Ihren Alltag. So können Sie Körper und Geist entspannen. Achten Sie dabei zusätzlich darauf, auch andere potentielle Sodbrennen-Auslöser zu reduzieren. Akute Beschwerden können außerdem mit rezeptfrei erhältlichen Medikamenten behandelt werden.

Unser Körper reagiert auf unangenehme Situationen heute noch genauso wie zu Zeiten der Neandertaler: mit einer Stressreaktion des Körpers. Dadurch soll der Körper aktiviert und reaktionsfähig gemacht werden. So erhöht sich unter Stress der Herzschlag, die Atmung wird schneller und die Muskeln spannen sich an. Dabei ist kurzfristiger Stress leistungssteigernd und gesundheitlich unbedenklich. Anhaltender Stress geht jedoch zu Lasten von Körper und Seele. Unter anderem kann Stress auch zu schmerzhaftem Sodbrennen führen.

Um die Beschwerden dauerhaft zu lindern, müssen Sie das Stresslevel langfristig reduzieren. Weiterhin können Sie den richtigen Umgang mit Stress sowie gezielte Entspannung erlernen. Verschiedene Stressbewältigungstechniken können dabei helfen. Wichtig sind zusätzliche kleine Entspannungspausen im Alltag sowie eine magenschonende Lebensweise. So haben Sie gute Chancen, Stress und Sodbrennen langfristig loszuwerden. Und bei akuten Beschwerden stehen außerdem rezeptfrei erhältliche Antazida wie RIOPAN zur Verfügung.

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AutorMedhacon, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs