Sodbrennen nach dem Sport: was dahintersteckt

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26. August 2018
Lesedauer: ca. 7 Minuten

Kann Sport Sodbrennen auslösen? Die Antwort ist leider ja. Dies ist umso ärgerlicher, weil Sport eigentlich gut für die Gesundheit ist. Denn Sport hilft generell gegen Stress und steigert das Wohlbefinden. Doch nach dem Sport auftretendes Sodbrennen kann einem die Lust am Training gehörig verderben. Das muss aber nicht sein. Erfahren Sie hier, wieso Sport Sodbrennen verursachen kann und was Sie tun können, um sportliche Momente wieder zu genießen.

Wodurch Sodbrennen nach dem Sport entsteht

Generell gilt: Bewegung ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. Manchmal wird die sportliche Aktivität jedoch von einem schmerzhaften Brennen in der Speiseröhre begleitet.

Ursachen hierfür sind

  • ungünstige Muskelanspannungen,
  • versehentlich geschluckte Luft,
  • eine gebeugte Körperhaltung,
  • falsche Ernährungsgewohnheiten und
  • eine verlangsamte Verdauung.

Bei körperlicher Aktivität wird mehr Energie für die Skelettmuskulatur aufgewendet und die Verdauung verlangsamt. Dadurch bleibt die aufgenommene Nahrung viel länger im Magen als normalerweise. Ferner wird der Mageninhalt durch die Bewegung und das Anspannen der Bauchmuskeln leichter in die Speiseröhre hochgedrückt. Die spürbare Folge dieses sogenannten Refluxes ist das Sodbrennen. Außerdem kann zu viel Luft im Magen ebenfalls das lästige Brennen begünstigen. Denn beim Sport stellen viele Personen von Nasen- auf Mundatmung um und trinken deutlich mehr. Hastige Atmung in Kombination mit Trinken bewirkt, dass wir vermehrt Luft schlucken. Beim Aufstoßen der Luft öffnet sich dann der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Zusammen mit der Luft kann so auch saurer Mageninhalt aufsteigen. Sodbrennen und saures Aufstoßen sind die Folgen.

Des Weiteren kann ebenso die Körperhaltung für Sodbrennen verantwortlich sein. Denn ein weit nach vorn gebeugter Oberkörper quetscht den Magen ein. Infolgedessen drückt der Mageninhalt auf den Speiseröhrenschließmuskel. Kann dieser dem Druck nicht mehr standhalten, öffnet er sich und Mageninhalt schießt in die Speiseröhre. Sodbrennen ensteht.

Ob Sport Sodbrennen auslöst, hängt allerdings auch von den Ernährungsgewohnheiten ab. So führt Sport mit vollem Magen beispielsweise häufig zu Übelkeit oder Sodbrennen. Trotzdem sollte man nicht auf Sport verzichten. Denn oft reicht eine Anpassung von Ernährungsgewohnheiten und Training aus, um Sport und Bewegung wieder genießen zu können.

Wichtig für Sie

Sportliche Aktivitäten können unter Umständen Sodbrennen auslösen. Gründe dafür sind eine verlangsamte Verdauung, das vermehrte Schlucken von Luft, die Körperhaltung sowie Essgewohnheiten. Verzichten sollte man trotzdem nicht auf Sport, denn Bewegung ist eine Wohltat für Körper und Geist.

Guter Sport, schlechter Sport? Was Sodbrennen fördert und was dagegen hilft

Sodbrennen nach dem Sport muss nicht sein. Denn durch einige Anpassungen des Trainingsprogramms lässt sich unangenehmes Brennen in der Speiseröhre vermeiden. Dabei kommt es insbesondere auf die richtige Bewegungsintensität an. Denn je anstrengender die Übungen sind und je höher die Intensität ist, desto wahrscheinlicher entstehen Beschwerden. Das ist auch der Grund, warum vor allem Leistungssportler häufig mit Sodbrennen zu kämpfen haben. Neben der Intensität spielt jedoch ebenfalls die Art der Bewegung eine große Rolle. Meiden Sie deshalb alle Sportarten und Bewegungen, welche den Magen unter Druck setzen.
Dazu zählen unter anderem

  • Sit-ups,
  • Gewichtheben,
  • Sportarten, bei denen der Magen geschüttelt wird, z. B. schnelles Laufen,
  • Bewegungen mit vorgebeugtem Oberkörper, z. B. bei einigen Gymnastik-Positionen.

Ein mäßig anstrengender Ausdauersport ist jedoch zumeist unproblematisch und kann die Funktion des Magens sowie der Speiseröhre sogar noch unterstützen. Doch auch jede andere Form der körperlichen Aktivität tut gut. So kann man beispielsweise auch bei der Garten- oder Hausarbeit ordentlich ins Schwitzen geraten, wenn man energisch bei der Sache ist. Nur auf Bücken oder schweres Heben sollten Sie verzichten, denn dadurch wird der Druck auf den Magen verstärkt.

Können manche Sportarten auch gegen Sodbrennen helfen?

Tatsächlich können manche Sportarten sogar dabei helfen, Sodbrennen zu reduzieren.
Denn „magenschonende“ Aktivitäten wie

  • mäßig anstrengendes Radfahren,
  • Nordic Walking oder
  • Wandern

regen die Verdauung an. Dies wirkt Sodbrennen entgegen. Weiterhin fördert regelmäßige Bewegung die Gewichtsnormalisierung und den Abbau von Stress. Dadurch kann das schmerzhafte Speiseröhrenbrennen gelindert werden. Denn gleich zwei Sodbrennen-Auslöser, nämlich Übergewicht und Stress, werden reduziert.
Ein weiterer Tipp: Gewöhnen Sie sich die richtige Atemtechnik an. Denn mit einer speziellen Zwerchfellatmung gegen Sodbrennen stärken Sie Ihren Magen und wirken Beschwerden entgegen.

Wichtig für Sie

Sodbrennen nach dem Sport entsteht vor allem bei einem zu intensiven und anstrengenden Training. Oder auch bei Sportarten, durch die Druck auf den Bauch ausgeübt wird. Sodbrennen-fördernd sind dabei z. B. Sit-ups, Gewichtheben oder schnelles Laufen. Dahingegen können „magenschonende“ Sportarten, wie Nordic Walking oder Wandern, sich positiv auf Magen und Speiseröhre auswirken und Sodbrennen sogar lindern.

Vorbeugung ist die beste Medizin

Sodbrennen nach dem Sport kann sehr unangenehm sein. Um diesem vorzubeugen, beginnen Sie am besten mit der Auswahl einer magenfreundlichen Sportart. Und wenn im Rahmen des Sportprogramms auch Übergewicht reduziert werden soll, kann zusätzlich ein Trainingsplan dabei hilfreich sein.
Denn damit ist gewährleitet, dass Sie

  • sich und Ihren Magen nicht überfordern und
  • sich regelmäßig bewegen.

Wichtig dabei: Es muss Ihnen Spaß machen. Denn nur so bleiben Sie langfristig motiviert am Ball. Dann wird das Training schnell zum gewohnten Hobby und Sie halten sich gerne an den Trainingsplan. Außerdem gehören überflüssige Kilos dann langfristig der Vergangenheit an. Wenn aber trotz allem Beschwerden auftreten, sollten Sie die Intensität Ihres Trainings so lange reduzieren, bis keine Symptome mehr auftreten. Anschließend können Sie sich langsam wieder steigern.

Ernährung bei Sport

Die richtige Ernährung bei Sport spielt eine große Rolle. Denn je voller der Magen ist, desto eher entsteht Sodbrennen. Damit Sodbrennen aber keine Chance hat, sind die folgenden Maßnahmen sinnvoll:

  • Warten Sie nach der letzten Mahlzeit etwa 2 Stunden ab, bevor Sie mit dem Sport beginnen.
  • Meiden Sie sehr fetthaltige Lebensmittel.
  • Greifen Sie zu fettarmer, aber kohlenhydratreicher Ernährung.
  • Ersetzen Sie große Mahlzeiten durch mehrere kleine.
  • Trinken Sie ausreichend.

Als Getränke eignen sich dabei vor allem stilles Wasser oder mit Wasser verdünnte Sportgetränke. Denn dadurch wird die Magenentleerung beschleunigt und das Risiko für die Entstehung von Sodbrennen sinkt. Ein weiterer Tipp ist das Kaugummikauen nach dem Essen und vor dem Sport. Denn das Kauen regt den Speichelfluss an, wodurch vermehrtes Schlucken ausgelöst wird. Dies fördert wiederum die Selbstreinigung der Speiseröhre. Denn durch die Schluckbewegungen wird möglicherweise nach oben gelangter Mageninhalt direkt wieder in Richtung Magen transportiert.

Wichtig für Sie

Sodbrennen nach dem Sport ist vermeidbar. Wichtig ist dabei die Auswahl einer magenschonenden Sportart, ein an Ihre Bedürfnisse angepasster Trainingsplan, regelmäßige Bewegung, der Abbau von Übergewicht sowie die richtige Ernährung.

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Wirksame Helfer in der Not: Antazida

Manchmal kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu Sodbrennen. In diesem Fall sorgen rezeptfrei erhältliche Antazida für rasche Hilfe. Denn diese sogenannten Säurebinder neutralisieren überschüssige Magensäure und lindern auf diese Weise die Beschwerden. Falls nötig, können Antazida wie RIOPAN sogar schon vor dem Sport eingenommen werden. So entsteht Sodbrennen erst gar nicht und Sie können Sport und Bewegung wieder genießen.

Wichtig für Sie

Nach körperlicher Aktivität akut auftretendes Sodbrennen müssen sie nicht aushalten. Denn Medikamente wie beispielsweise Antazida wirken schnell und sind gut verträglich.

Sportliche Betätigung ist im Allgemeinen eine Wohltat für Körper und Seele. Allerdings kann Bewegung auch Sodbrennen verursachen. Die Ursachen dafür sind vor allem eine verlangsamte Verdauung, vermehrtes Luftschlucken, die Körperhaltung sowie falsche Essgewohnheiten. Verzichten muss man auf Sport aber trotzdem nicht. Denn nur bestimmte Sportarten und Bewegungen fördern Sodbrennen. Zum Beispiel, wenn Druck auf den Bauch entsteht oder das Training zu intensiv und anstrengend ist. Sit-ups oder Gewichtheben zählen unter anderem zu den für den Magen ungünstigen Sportarten. Magenschonend sind hingegen Sportarten wie Nordic Walking oder Wandern. Um das Risiko für Sodbrennen nach dem Sport grundsätzlich zu minimieren, ist die Auswahl einer geeigneten Sportart wichtig. Zudem können Sie mit dem richtigen Essverhalten dafür sorgen, dass Ihr Magen vor dem Sport nicht belastet wird. Und wenn es doch mal zu Beschwerden kommt, helfen Antazida wie RIOPAN.

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AutorMedhacon, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs