Sodbrennen: Wann ist ein Arztbesuch nötig?

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14. Januar 2019

Gelegentliches und leichtes Sodbrennen gelten als harmlos und lassen sich normalerweise gut behandeln. Dazu sind neben Änderungen des Lebensstils vor allem rezeptfrei in der Apotheke erhältliche Medikamente hilfreich, z. B. RIOPAN. Diese Maßnahmen haben allerdings ihre Grenzen und bringen nicht immer den erwünschten Erfolg. Hier erfahren Sie, wann ärztliche Hilfe angesagt ist.

So finden Sie heraus, ob Sie zum Arzt müssen

Solange Sodbrennen nur gelegentlich auftritt, ist es nicht behandlungsbedürftig. Zumeist sind daran bestimmte Lebensmittel oder späte Mahlzeiten schuld. Gelegentlich äußern sich auch Lebensmittelunverträglichkeiten als Sodbrennen. Es gibt aber auch andere Ursachen für Sodbrennen, wie beispielsweise Übergewicht. Denn die zusätzlichen Pfunde drücken auf den Bauchraum und können dem Magen so zu schaffen machen. In all diesen genannten Fällen sind die Probleme meist schon durch einfache Verhaltensänderungen zu lösen:

  • Verzicht auf fette, süße und üppige Mahlzeiten,
  • keine Mahlzeiten kurz vor dem Zubettgehen,
  • Einschränkung beim Genuss von Alkohol, Zigaretten oder Kaffee,
  • Meiden von schlecht verträglichen Lebensmitteln oder
  • Abspecken bei Übergewicht.

Und wenn es doch mal unangenehm wird, können kurzfristig auch rezeptfrei erhältliche Sodbrennen-Mittel wie RIOPAN die Beschwerden lindern und das Leben wieder genießbar machen. Aber: Bei regelmäßigem Sodbrennen, oder wenn die Selbstbehandlung nach 2 Wochen keine Besserung bringt, ist der Arzt gefragt! Dies gilt auch, wenn sich die Beschwerden verschlimmern. Denn langfristig kann unbehandeltes Sodbrennen Schäden in der Speiseröhre verursachen. Außerdem können sich hinter den unangenehmen Beschwerden ernsthafte Erkrankungen verbergen.

Wichtig für Sie

Gelegentliches und leichtes Sodbrennen können gut durch Verhaltensänderungen gebessert oder mit rezeptfrei erhältlichen Medikamenten behandelt werden. Ein Arztbesuch ist jedoch notwendig, wenn

  • Eine Selbstbehandlung nicht geholfen hat,
  • die Beschwerden länger als 2 Wochen bestehen,
  • die Beschwerden sich verschlimmern.

Zu welchem Arzt gehe ich am besten?

Der erste Weg führt Sie zu Ihrem Hausarzt. Denn er kann entscheiden, ob eine Behandlung mit Medikamenten sinnvoll ist. Außerdem wird er abschätzen, ob weitere Maßnahmen, wie beispielsweise eine Spiegelung des Verdauungstrakts, notwendig sind. In diesem Fall wird der Hausarzt Sie zu einem Spezialisten, dem Gastroenterologen, überweisen. Dort werden die nachfolgenden Untersuchungen in der Regel ambulant durchgeführt. Das bedeutet, dass Sie nur für die Dauer der Untersuchung vor Ort in der Praxis bleiben müssen. Ein längerer Aufenthalt, beispielsweise über Nacht, ist nicht nötig.

Was macht der Gastroenterologe?

Der Begriff Gastroenterologe leitet sich aus den Worten Gastro (griechisch für Magen) und Entereon (griechisch für Darm) ab und bezeichnet den Facharzt für diesen Bereich. Welche Untersuchungen der Gastroenterologe durchführt, hängt von der Art der Beschwerden ab. Zunächst einmal wird der Arzt die genauen Symptome erfragen. Manchmal werden dafür spezielle Fragebögen verwendet.

Für eine genauere Diagnostik ist oft auch eine Speiseröhrenspiegelung (Ösophagoskopie) oder Magenspiegelung (Gastroskopie) erforderlich. Beide Untersuchungen erfolgen mittels einer kleinen Kamera, die über einen Schlauch bis zum Ort der Beschwerden eingeführt wird. Häufig werden dabei auch Gewebeproben, z. B. aus der Magenschleimhaut, entnommen. So lässt sich feststellen, ob das Gewebe geschädigt ist oder sich verändert hat. Außerdem können krankmachende Keime, wie das Bakterium Helicobacter pylori, im Verdauungstrakt nachgewiesen werden.

Vermutet der Arzt säurebedingte Beschwerden, wird er eventuell auch die Menge an Magensäure in der Speiseröhre bestimmen. Bei dieser sogenannten pH-Metrie wird ein kleines Messgerät für 24 Stunden in die Speiseröhre eingeführt. Es misst, wie viel Magensäure vom Magen in die Speiseröhre fließt und wie aggressiv die Säure ist.

Wichtig für Sie

Der Gastroenterologe ist der Facharzt für Beschwerden im Verdauungstrakt. Er kann zur genauen Diagnostik verschiedene Routineuntersuchungen durchführen, z. B.

  • eine Speiseröhrenspiegelung,
  • eine Magenspiegelung oder
  • eine pH-Metrie.

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Alarmsymptome: wann Sodbrennen gefährlich werden kann

Sobald Sie bestimmte Alarmsymptome bei sich feststellen, müssen Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Denn es können ernsthafte Komplikationen entstehen, die unter Umständen sofort zu behandeln sind.

Zu den Anzeichen von Alarmsymptomen gehören

  • Magenblutungen, erkennbar an schwarzen Verfärbungen im Stuhl,
  • Schluckbeschwerden,
  • starke und unbeabsichtigte Gewichtsabnahme,
  • Schwellungen und Verhärtungen im Bauchraum,
  • starke Schmerzen im Brustkorb oder Oberbauch und
  • Erbrechen ohne erkennbaren Auslöser.

Wichtig für Sie

Alarmsymptome müssen sofort ärztlich abgeklärt werden, um ersthafte Erkrankungen und Komplikationen auszuschließen.

Leiden Sie unter gelegentlichem und leichtem Sodbrennen, können Sie dies gut mit einigen Verhaltensänderungen und rezeptfrei erhältlichen Medikamenten wie RIOPAN in den Griff bekommen. Sobald die Beschwerden jedoch länger anhalten, müssen Sie zum Arzt gehen. Dies gilt ebenso, wenn die ergriffenen Maßnahmen zur Selbstbehandlung keine Linderung bringen oder sich die Beschwerden verschlimmern. Dabei genügt es zunächst, den Hausarzt um Rat zu fragen. Er entscheidet dann, ob ein Besuch beim Facharzt notwendig ist. Der sogenannte Gastroenterologe kann dann spezielle Untersuchungen zur genauen Diagnostik bei Ihnen durchführen. Die Untersuchungen gehören für den Arzt zur Routine und werden in der Regel ambulant durchgeführt. Für den Patienten sind sie risikoarm. Wichtig ist, dass Sie beim Auftreten bestimmter Alarmsymptome sofort einen Arzt konsultieren. Denn diese Symptome können Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen sein. In diesem Fall ist eine umgehende Behandlung zwingend erforderlich.

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AutorMEDAHCON, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

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