Welche Lebensmittel fördern Sodbrennen?

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10. Mai 2018

„Kann es sein, dass Lebensmittel Sodbrennen fördern?“ Oh, ja! Es gibt durchaus Lebensmittel und Speisen, die Sodbrennen hervorrufen oder auslösen können. Zudem fördern ungünstige Essgewohnheiten das Auftreten von Sodbrennen. Wer genau beobachtet, wann und wie Sodbrennen auftritt, kann die Ursachen gezielt herausfinden und diese dann am besten meiden.

Welche Ernährungsgewohnheiten begünstigen Sodbrennen?

Wieso kommt es überhaupt zu Sodbrennen? Mit den Auslösern von Sodbrennen haben sich schon viele wissenschaftliche Studien befasst. Dabei sind die Ergebnisse nicht eindeutig. Was Sodbrennen auslöst ist individuell unterschiedlich. Jedoch deutet vieles darauf hin, dass Lebensmittel und Ernährungsgewohnheiten Sodbrennen fördern können.

Sodbrennen auslösende Essgewohnheiten:

  • fettige, frittierte bzw. panierte Speisen,
  • üppige Mahlzeiten,
  • hastiges Essen und ungenügendes Kauen,
  • scharfe Gewürze (z. B. Knoblauch, Meerrettich, Curry),
  • Süßes (z. B. Schokolade),
  • heiße Getränke,
  • kalte Getränke oder Speisen (Speiseeis),
  • kohlensäurehaltige Getränke,
  • Alkohol.

Wichtig für Sie

Oft braucht es etwas Geduld, um die persönlichen Sodbrennen-Ursachen herauszufinden. Nehmen Sie dazu Ihre alltäglichen Ess- und Trinkgewohnheiten einmal gründlich unter die Lupe. Außerdem kann ein Sodbrennen-Tagebuch helfen, die möglichen Auslöser zu identifizieren. Stehen die Übeltäter fest, kann ein Ernährungsplan bei Sodbrennen sehr hilfreich sein.

Welche Genussmittel sollten Sie bei Sodbrennen meiden?

Sodbrennen kann bei jedem Betroffenen andere Gründe haben. Bestimmte Genussmittel und Ernährungsgewohnheiten scheinen jedoch für das Entstehen von Sodbrennen verantwortlich zu sein.

Welchen Kaffee können Sie bei Sodbrennen trinken?

Kaffee beziehungsweise Koffein wird unterschiedlich gut vertragen. Sein Einfluss auf Sodbrennen ist nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird, dass bestimmte Inhaltsstoffe im Kaffee die Muskelspannung des Magens herabsetzen. Dadurch kann Magensäure leichter in die Speiseröhre aufsteigen und zu Reizungen führen. Es entsteht Sodbrennen. Meiden Sie Kaffee lieber im Zweifelsfall oder reduzieren Sie die Kaffeemenge.

Hilft bei Sodbrennen Milch im Kaffee?

Manche Menschen scheinen Kaffee besser zu vertragen, wenn Sie ihn mit Milch genießen. Doch Vorsicht! Entgegen der landläufigen Meinung scheint Milch Sodbrennen eher zu fördern anstatt zu lindern. Probieren Sie aus, ob Sie Milch vertragen. Da schwarzer Tee Koffein enthält, ist auch er bei Sodbrennen schlecht bekömmlich. Eine gute Alternative ist ungesüßter koffeinfreier Tee. Rooibostees, Kräutertees mit Süßholz, Anis, Fenchel, Kümmel, Schafgarbe und Kamille können Sodbrennen lindern. Hingegen kann Pfefferminztee das Sodbrennen durch eine Schwächung des Speiseröhrenschließmuskels verstärken.

Was können Sie bei Sodbrennen trinken?

Softdrinks und unverdünnte Fruchtsäfte enthalten sehr viel Zucker. Leider fördert Zucker nicht nur das Wachstum des Rettungsrings um den Bauch, sondern auch das Entstehen von Sodbrennen. Denn zu viel Zucker beeinträchtigt die Verdauung. Außerdem enthalten Softdrinks meist viel Kohlensäure, die bei empfindlichem Magen zu häufigem Aufstoßen führen kann. Gute Alternativen sind mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte oder leicht gesüßte Kräutertees.

Bekommt man Sodbrennen durch Alkohol?

Alkohol bzw. Spirituosen erschlaffen den Speiseröhrenschließmuskel. Außerdem regt Alkohol die Säureproduktion des Magens an. Insbesondere stimulieren alkoholische Getränke, die durch Vergärung von Kohlenhydraten entstehen, die Magensäureproduktion. Dazu gehören Bier, Wein, Champagner und einige Aperitifs wie Sherry. Hochprozentige Spirituosen wie Whisky, Cognac und Wodka stimulieren zwar nicht die Säuresekretion, schädigen aber lokal die Schleimhäute in Speiseröhre, Magen und Darm.

Sind fettreiche Speisen für den Magen ungesund?

Eine fettreiche Mahlzeit schwächt den Schließmuskel der Speiseröhre. Denn Fett reduziert die Muskelspannung. Dadurch schließt der Schließmuskel, welcher den Magen zur Speiseröhre hin abdichtet, nicht richtig. Als Folge gelangt Mageninhalt in die Speiseröhre. Um den Muskeltonus des Speiseröhrenschließmuskels nicht weiter zu schwächen, ist daher eine Fettreduktion angesagt. Mayonnaise kann leicht fettreduziert mit Joghurt zubereitet werden, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Soßen können mit geriebenen rohen Kartoffeln gebunden werden, um Sahne zu sparen. Experimente mit Kräutern ermöglichen vielfältige Geschmackserlebnisse und erlauben gleichzeitig eine Reduzierung von Sahne, Butter & Co. Rezepte bei Reflux für leichte, magenschonende Gerichte finden sich im Buchhandel und Internet.

Warum bekommt man Sodbrennen oft nachts?

Große Mahlzeiten spät abends sind schlecht bei Sodbrennen. Denn nachts läuft die Verdauung langsamer ab als tagsüber. Deshalb treten Reflux-Beschwerden nachts schneller auf. Ist es bereits zum Austritt von Mageninhalt in die Speiseröhre gekommen, so verstärken sehr kalte Nachspeisen und Getränke die Symptome zusätzlich. Denn sie verlangsamen den Rücktransport in den Magen. Ist der Abend endlich beendet, so kann durch das Liegen im Bett der Mageninhalt leichter in die Speiseröhre zurückfließen.

Falls ein spätes Essen und anschließend frühes Aufstehen ansteht: suchen Sie sich leicht verdauliche Speisen aus oder essen Sie eine kleinere Portion. Vielleicht hilft Ihnen auch der Gedanke daran, dass Sie wahrscheinlich nicht die einzige Person am Tisch sind, der es so geht. Und möglicherweise lässt sich das nächste Treffen auch ein wenig früher in den Abend verlegen.

Wichtig für Sie

Unsere alltäglichen Ess- und Trinkgewohnheiten können mehr zu Sodbrennen beitragen, als wir ahnen. Vor allem der morgendliche Kaffee, die süßen Softgetränke zwischendurch oder ein opulentes Mahl am Abend liegen schwer im Magen und können zu dem unwillkommenen Brennen in der Speiseröhre führen.

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Wie ernähren Sie sich bei Sodbrennen am besten?

Viele Lebensmittel kurbeln als „Säurelocker“ die Magensäureproduktion an. Um das Sodbrennen zu vermeiden, sind magenschonende Lebensmittel gefragt. Sie unterstützen den Speiseröhrenschließmuskel bei seiner Arbeit und fördern die Magensäureproduktion nicht zu sehr.

Diese basischen Lebensmittel helfen gegen Übersäuerung:

  • Kartoffeln
  • Obst
  • Kräuter
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Kürbis
  • Möhren
  • Pastinaken
  • Zucchini.

Oft wird gedünstetes Gemüse bei Sodbrennen besser vertragen als Rohkost.

Welches Obst können Sie bei Sodbrennen essen?

Auch bei Obst gibt es saure und weniger saure Sorten. Zu letzteren gehören beispielsweise

  • Bananen
  • Birnen
  • Mangos
  • Weintrauben
  • milde Apfelsorten, wie Golden Delicious oder Jonagold.

Auch alkalisierende, also basisch wirkende, Mineral- und Heilwässer (ohne Kohlensäure) können gegen die Übersäuerung des Magens wirken. Was im Körper sauer wirkt und was basisch, ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit. So wirken Zitronensaft und Essig keineswegs sauer, sondern basisch. Und ein Espresso nach dem Essen wirkt aufgrund seiner Brühweise nicht so sauer wie normaler Kaffee. Es ist generell nicht so, dass saure Lebensmittel besonders häufig Sodbrennen auslösen. Aber wenn Sie darauf empfindlich reagieren, sollten Sie auf säurearme Nahrungsmittel zurückgreifen.

Wichtig für Sie

Nicht alles, was uns sauer schmeckt, ist auch für den Magen sauer. Ebenso können viele Lebensmittel, die wir so gar nicht als sauer empfinden, dem Magen dennoch sauer aufstoßen. Manche Lebensmittel gelten als besonders magenschonend, weil sie im Körper basisch (das Gegenteil von sauer) wirken. Dazu zählen vor allem bestimmte Gemüse- und Obstsorten.

Welche Lebensmittel lindern Sodbrennen?

Unsere Nahrung sollte insgesamt ausgewogen und vollwertig sein. Lassen Sie dabei jene Lebensmittel, die Sie nicht vertragen, lieber weg.

Tipps für eine magenfreundliche Ernährung:

  • Schonende Zubereitung durch Dampfgaren, Dünsten, Kochen,
  • Vollkornprodukte, viel Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Obst,
  • hochwertige Öle (z.B. Rapsöl, Olivenöl, Leinöl),
  • Mehr Fisch und wenig (fettarmes) Fleisch und Wurstwaren,
  • Stärkehaltige Lebensmittel, wie trockenes Weißbrot, Haferflocken oder Bananen.

Auch Magerquark ist ein altbekanntes magenschonendes Lebensmittel. Manchmal kann auch ein Kaugummi (ohne Pfefferminz) nach dem Essen helfen. Denn das lange Kauen regt den Speichelfluss an und reduziert somit die Säurelast in der Speiseröhre.

Hilft Ingwer Sodbrennen zu lindern?

Einige Ratgeber empfehlen Ingwer als natürliches Hausmittel bei Sodbrennen. Ingwer soll den Speiseröhrenschließmuskel stärken. Die Schärfe des Ingwers kann jedoch den Magen zusätzlich reizen und Sodbrennen sogar verstärken. Auch hier gilt wie bei allen anderen Lebensmitteln: individuell ausprobieren, wie es vertragen wird. Praktische Tipps zur Auswahl und Zusammenstellung geeigneter Lebensmittel und Speisen liefert neben verschiedenen Broschüren auch die Homepage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Wichtig für Sie

Zur Linderung von Sodbrennen ist eine ausgewogene, bekömmliche Ernährung wichtig. Dabei ist nicht nur das Lebensmittel selber, sondern auch die Zubereitungsart für die Verträglichkeit entscheidend. So sind Kochen und Dünsten beispielsweise magenfreundlicher als Braten oder Grillen.

Mindful Eating – Essen Sie bewusst

Bei Sodbrennen sind mehrere kleine Mahlzeiten am Tag günstig, die in Ruhe gegessen und genossen werden. Ganz wichtig ist dabei auch, dass jedes Lebensmittel gut gekaut und nicht heruntergeschlungen wird. Verzichten Sie dabei nicht auf das Frühstück. Stehen Sie lieber früh genug auf, um in Ruhe z. B. ein Porridge zuzubereiten. Das dauert doch viel zu lange? Nun, eine vereinfachte Variante geht ganz schnell – hier ein Rezeptvorschlag für Sie:
Je nach Verträglichkeit entweder ein Glas Milch oder Mandelmilch nehmen, dazu Instant-Haferflocken, ein paar Nüsse (wie Cashewkerne, Walnüsse oder Mandeln) und eine kleingeschnittene Banane geben. Fertig ist ein hervorragendes Frühstück, das den Magen freut! Bananen enthalten übrigens viele Schleimstoffe, die sich nach dem Verzehr wie ein Schutzschild auf die Magenschleimhaut legen.

Kochen Sie auf Vorrat

Gute Kochrezepte für schnell zubereitete, vollwertige, basenreiche Mahlzeiten gibt es in Hülle und Fülle. Und wenn es schnell gehen muss: Kochen Sie auf Vorrat eine leckere Gemüsesuppe und frieren Sie diese portionsweise ein. Kommt es trotzdem einmal zu akutem Sodbrennen, können Sie mit rezeptfreien Medikamenten schnelle Abhilfe schaffen. Besonders Schichtgitterantazida sind geeignet, um auf gut verträgliche Weise überschüssige Magensäure zu binden und das Sodbrennen zu beseitigen.

Wichtig für Sie

Für eine magenfreundliche Ernährung ist nicht nur wichtig WAS Sie essen, sondern auch WIE. Denn mit mehreren kleinen Mahlzeiten kommt der Magen besser zurecht als mit einer großen. Zudem kann gut durchgekautes Essen leichter verdaut werden. Gönnen Sie sich und Ihrem Magen deshalb Ruhe und Zeit zum Essen, Genießen und Verdauen. Kommt es dennoch zu akuten Beschwerden, können Sie mit Schichtgitterantazida das Brennen schnell wieder in den Griff bekommen.

Zusammenfassung

Bestimmte Lebensmittel und Essgewohnheiten können erheblich zur Entstehung von Sodbrennen beitragen. Durchleuchten Sie Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten daher einmal kritisch und finden Sie heraus, was bei Ihnen persönlich das Feuer in der Speiseröhre entfacht. Ist es die Tasse Kaffee am Morgen oder das gesellige Essen am späten Abend? Vielleicht sind es auch einzelne Lebensmittel, die Sie schlecht vertragen. Denn hier gibt es deutliche Unterschiede: Während manche Nahrungsmittel als „Säurelocker“ gelten, können andere wiederum im Körper basisch wirken und Säure neutralisieren. Auch die Zubereitungsart der Nahrung spielt eine entscheidende Rolle für die Magenverträglichkeit. Um Ihr Sodbrennen loszuwerden, beherzigen Sie ein paar einfache Regeln und Tipps für eine magenfreundliche Ernährung. Dann haben Sie gute Chancen, das Sodbrennen loszuwerden. Und bei akuten Beschwerden helfen Schichtgitterantazida. So spüren Sie wieder den Moment – nicht das Sodbrennen.

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AutorMEDAHCON, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

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