Brennen in der Speiseröhre

Alternative Text
8. August 2018
Lesedauer: ca. 7 Minuten

Eines der schmerzhaftesten Symptome des Sodbrennens ist das Brennen in der Speiseröhre. Dieses häufig sehr quälende Gefühl hinter dem Brustbein beeinträchtigt die Lebensqualität massiv. Auch kann bei häufigem Auftreten die Speiseröhre dauerhaft geschädigt werden. Doch wie entstehen die Schmerzen? Und was kann jeder Einzelne dagegen unternehmen?

Wie entsteht der Schmerz in der Speiseröhre?

Die Speiseröhre transportiert unsere Nahrung in den Magen. Dort wird sie durch die Magensäure verdaut. Die Säure ist mit einem stark sauren pH-Wert von 1-2 sehr aggressiv. Daher hat die Schleimhaut des Magens einen Schutz vor Schäden durch die Magensäure. Die Schleimhaut der Speiseröhre hingegen ist nicht vor der Säure geschützt. Ein Schließmuskel trennt daher Magen und Speiseröhre voneinander. Bei einem schwachen Muskel fließen Nahrung und Magensäure in die Speiseröhre. Dort greifen sie deren Schleimhaut an. Dies nennt man Reflux. Man spürt dann oft ein brennendes oder drückendes Gefühl in der Brust. Manche haben auch Schmerzen im Hals. Dabei ist die Empfindlichkeit der Schleimhaut von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Manche Betroffene fühlen bereits bei einer geringen Reizung ein sehr schmerzhaftes Brennen. Andere Personen dagegen haben selbst bei starker Schädigung nur wenige Beschwerden.

Wichtig für Sie

Es brennt in der Speiseröhre, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Die Schmerzempfindlichkeit in der Speiseröhre ist bei jedem verschieden. Die Stärke der Schmerzen sagt daher nicht immer etwas über mögliche Schäden aus. Auch vereinzeltes Brennen in der Speiseröhre ist normal. Lassen Sie sich davon nicht beunruhigen. Häufige und dauerhafte Beschwerden sollten Sie aber ärztlich abklären lassen.

Ursachen für das Brennen in der Speiseröhre

Es gibt viele Ursachen für Sodbrennen. Dieses kann durch den Körper selbst aber auch von äußeren Faktoren hervorgerufen werden.

Die häufigsten Ursachen sind:

  • zu viel Magensäure,
  • ein hoher Druck im Bauch bei Übergewicht oder in der Schwangerschaft,
  • schwere Nahrung bleibt zu lange im Magen,
  • eine schwacher Schließmuskel,
  • Zwerchfellbruch,
  • bestimmte Medikamente.

Fettes und schweres Essen ist oft der Grund für zu viel Magensäure. Diese Nahrung bleibt meist zu lange im Magen, wodurch der Druck im Bauch sehr groß wird. Der saure Mageninhalt kann so leicht in die Speiseröhre hochsteigen. Gleichzeitig wird die Produktion von Magensäure angeregt.

Manchmal arbeiten Speiseröhre und Schließmuskel nicht mehr gut zusammen. Die Nahrung wird langsamer transportiert und Probleme entstehen. Dies ist zum Beispiel häufiger bei älteren Menschen der Fall, die dann oft Sodbrennen haben. Zusätzlich beeinflussen manche Medikamente die Muskelspannung. Auch regen einige Arzneien die Produktion der Magensäure an. Dazu zählen insbesondere Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Asthma. Auch hormonelle Verhütungsmittel und einige Psychopharmaka können dies bewirken.

Wichtig für Sie

Das Brennen in der Speiseröhre kann verschiedene Ursachen haben. Für eine erfolgreiche Behandlung ist die genaue Diagnose wichtig.

Was kann ich gegen Brennen in der Speiseröhre tun?

Oftmals hilft schon eine Umstellung der Gewohnheiten. Schon viele kleine Veränderungen können sich sehr positiv auswirken. Sie lindern die Schmerzen und verbessern Ihr Wohlbefinden. Sehr gut sind z.B. Gewichtsabnahme und ein gesunder Umgang mit Stress

Die richtige Ernährung: weniger aber öfter

Für einen gesunden Alltag ist eine gute Ernährung das A und O. Reine Schonkost ist dabei meist nicht nötig. Nur süßen und fettreichen Speisen sollten Sie im Alltag widerstehen. Auch sollte das Essen nicht zu scharf sein. Solche Lebensmittel regen die übermäßige Produktion von Magensäure an. Meiden Sie auch Nahrungsmittel, die Sie nicht gut vertragen. Schonen Sie Ihren Magen.

Essen Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt statt einiger großer. Kleine Mahlzeiten erleichtern in der Regel die Verdauung. Die Nahrung bleibt dadurch nicht so lang im Magen. Damit wird ein zu hoher Druck im Bauch verhindert.

Genießen Sie abends nur noch leichte Kost. Der Magen arbeitet nachts und im Liegen nicht so gut. Zwischen Abendessen und dem Schlafengehen sollten daher mindestens drei Stunden liegen. Ein zu hoher Druck auf den Schließmuskel wird so vermieden. Und damit verhindern Sie gleichzeitig einen Rückfluss der Nahrung in die Speiseröhre.

Kauen Sie gründlich. Sie erleichtern damit Ihrem Magen die Arbeit. Ist die Nahrung gut und mit viel Speichel zerkaut, wird die Verdauung für den Magen einfacher. Außerdem regt das Kauen die Produktion von Speichel an. Dieser ist basisch und kann deshalb kleinere Mengen an Magensäure neutralisieren.

Die richtige Ernährung: weniger aber öfter

Für einen gesunden Alltag ist eine gute Ernährung das A und O. Reine Schonkost ist dabei meist nicht nötig. Nur süßen und fettreichen Speisen sollten Sie im Alltag widerstehen. Auch sollte das Essen nicht zu scharf sein. Solche Lebensmittel regen die übermäßige Produktion von Magensäure an. Meiden Sie auch Nahrungsmittel, die Sie nicht gut vertragen. Schonen Sie Ihren Magen.

Essen Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt statt einiger großer. Kleine Mahlzeiten erleichtern in der Regel die Verdauung. Die Nahrung bleibt dadurch nicht so lang im Magen. Damit wird ein zu hoher Druck im Bauch verhindert.

Genießen Sie abends nur noch leichte Kost. Der Magen arbeitet nachts und im Liegen nicht so gut. Zwischen Abendessen und dem Schlafengehen sollten daher mindestens drei Stunden liegen. Ein zu hoher Druck auf den Schließmuskel wird so vermieden. Und damit verhindern Sie gleichzeitig einen Rückfluss der Nahrung in die Speiseröhre.

Kauen Sie gründlich. Sie erleichtern damit Ihrem Magen die Arbeit. Ist die Nahrung gut und mit viel Speichel zerkaut, wird die Verdauung für den Magen einfacher. Außerdem regt das Kauen die Produktion von Speichel an. Dieser ist basisch und kann deshalb kleinere Mengen an Magensäure neutralisieren.

Anpassung der Lebensgewohnheiten: Genießen Sie anders

Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zigaretten gehören zu unserem Leben. Der Genuss sei Ihnen auf jeden Fall gegönnt, aber bitte in Maßen. Große Mengen Kaffee und Alkohol sowie das Rauchen fördern die Bildung von Magensäure. Auch hier bringen schon kleine Veränderungen oft eine spürbare Erleichterung. Z.B. ist Espresso für die meisten Menschen wesentlich verträglicher als Filterkaffee. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Die richtige Schlafposition

In der Bauchlage ist der Druck auf Magen besonders hoch. Damit wird der Schließmuskel mehr belastet und der Rückfluss von Magensäure gefördert. Legen Sie sich doch auf den Rücken. Und probieren Sie doch einfach mal ein zusätzliches Kissen unter dem Oberkörper. Durch die erhöhte Rückenlage können nächtliche Schmerzen in der Speiseröhre stark verringert werden.

Wichtig für Sie

Mit ein paar einfachen Maßnahmen im Alltag können Sie viel gegen Sodbrennen tun. Passen Sie Ihre Ernährung und Ihren Lebensstil an. Und versuchen Sie es mit einer magenfreundlichen Schlafposition.

Rezeptfrei in Ihrer Apotheke
Apotheke finden

Was hilft: Medikamente als wirksame und schnelle Soforthilfe

Akute Schmerzen in Rachen und Hals müssen Sie nicht ertragen. In Apotheken sind verschiedene Medikamente rezeptfrei erhältlich. Diese gestatten unterschiedliche Einnahmemöglichkeiten. Die Varianten reichen von Kautabletten bis zum Magengel.

Sie eignen sich gut, um Sodbrennen schnell und zuverlässig zu bekämpfen. Dabei dämmen sie den Schmerz auf unterschiedliche Art und Weise ein:
Traditionelle Antazida neutralisieren möglichst viel Magensäure auf einmal. Die Schichtgitterantazida dagegen puffern nur den überschüssigen Teil der Magensäure ab. Die Verdauung wird so nicht behindert. Dank des Wirkstoffs Magaldrat bleibt der natürliche Säuregehalt des Magens erhalten. Protonenpumpenhemmer und H2-Rezeptorblocker greifen in den Prozess der Magensäurebildung ein. Dadurch wird grundsätzlich weniger Magensäure produziert.

Durch Anpassung von Ernährung und Lebensstil sind die Beschwerden meist gut behandelbar. Medikamente können als Soforthilfe gute Dienste leisten. Bei häufigem und dauerhaftem Sodbrennen können aber langfristig Spätfolgen entstehen. In diesem Fall sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

Alternative Text
AutorMedhacon, Medical Writer
Alternative Text
Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

Säurebedingte Magenbeschwerden sind oft auf ein Zuviel an Magensäure zurückzuführen. Es gibt aber auch andere Ursachen.

Mehr

Als Ursache für saures oder andauerndes Aufstoßen kommen mehrere Faktoren in Frage. Erfahren Sie, was Betroffene tun können.

Mehr

Zumeist ist Völlegefühl harmlos. Tritt das Völlegefühl aber dauerhaft auf, können Erkrankungen vorliegen und ein Arztbesuch ist ratsam.

Mehr