Typische Symptome bei Sodbrennen

Wenn der Magen mehr Säure produziert als für die Verdauung nötig wäre, kann die Magenschleimhaut angegriffen werden. Mit der Zeit wird die Magenschleimhaut dünner bzw. durchlässig, so dass Säure die ungeschützten Magenwände angreift.

Produziert Ihr Magen zu viel Säure?

Mögliche Anzeichen, dass das Säureverhältnis im Magen nicht mehr im natürlichen Gleichgewicht ist, sind folgende:

  • Saures Aufstoßen
  • Druckgefühl im Magen
  • Völlegefühl, auch schon nach kleinen Mahlzeiten
  • Übelkeit bis hin zu Brechreiz
  • Brennender Schmerz im Oberbauch

Vor allem das saure Aufstoßen ist vielen Menschen bekannt. Es kann sich zu einem schmerzenden Gefühl in der oberen Magengegend und zu brennendem Schmerz entlang der Speiseröhre ausweiten.

Warnsymptome

Neben diesen Symptomen, die häufig im Zusammenhang mit Sodbrennen und bei säurebedingten Magenbeschwerden auftreten, gibt es auch Symptome, die dafür nicht typisch sind und die ärztlich abgeklärt werden müssen.

Dazu gehören:

  • Schluckbeschwerden
  • starke und unbeabsichtigte Gewichtsabnahme
  • Schwellungen und Verhärtungen im Bauchraum
  • blutiges Erbrechen
  • schwarzgefärbter Stuhl
  • starke, anhaltende Schmerzen und heftige Krämpfe

Sodbrennen und Zwerchfellbruch (Hiatushernie)

Die Speiseröhre verläuft durch das Zwerchfell, bevor sie in den Magen mündet. Normalerweise umschließt das Zwerchfell die Speiseröhre eng und unterstützt den unteren Speiseröhrenschließmuskel.

Anatomie eines normalen Zwerchfells

Bei einem Zwerchfellbruch ist diese Durchtrittsstelle erweitert und ein Teil des Magens tritt hier in den Brustraum aus. Ab einem Alter von 50 Jahren kommen Hiatushernien häufiger vor. Oftmals verursacht der Zwerchfellbruch keine besonderen Beschwerden. Es kann jedoch auch zu Sodbrennen, Schmerzen hinter dem Brustbein und einem Druckgefühl kommen.

Zwerchfellbruch

Säurebedingte Magenschmerzen

Kommt es im Bereich des Magens zu Beschwerden wie Magendruck, Magenschmerzen oder einem Brennen im Magen, die durch Säure ausgelöst werden, so spricht man von säurebedingten Magenbeschwerden. Normalerweise ist die gesunde Magenschleimhaut gegen die Säure des Magensaftes gut geschützt. Ist dieser Schutz der Magenschleimhaut aber gestört oder produziert der Magen zu viel Säure, kann es zu säurebedingten Beschwerden im Bereich des Magens kommen.

Der Magen produziert regelmäßig Magensäure, die zur Verdauung und als Barriere gegen Krankheitserreger benötigt wird. Gesteigert wird die Magensäureproduktion durch fettreiche Lebensmittel aber auch durch Genussmittel wie Alkohol, Koffein und Nikotin. Auch Faktoren wie Stress, Hektik, Ärger und seelische Belastung können die Magensäureproduktion zu stark ankurbeln.

Bei der Behandlung von Sodbrennen sollte nur so viel Säure wie nötig neutralisiert werden, um die Verdauung nicht zu stören.

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Sodbrennen können Sie vorbeugen, indem Sie Ihre Ernährung anpassen, Ihren Magen schonen, viel trinken und Stress abbauen.

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Sodbrennen entsteht durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Betroffene verspüren einen brennenden Schmerz.

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