Symptome bei Sodbrennen: Speiseröhrenbrennen und Magendruck

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20. Juli 2016
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Ihre letzte Mahlzeit stößt Ihnen sauer auf und Ihre Speiseröhre brennt wie Feuer? Dann leiden Sie vermutlich unter Sodbrennen. Verursacht wird es zumeist, weil der Magen zu viel Magensäure produziert. Dadurch entstehen säurebedingte Beschwerden, wie das unangenehme Brennen hinter dem Brustbein. Was sind weitere typische Anzeichen von Sodbrennen?

Die Beschwerden auf einen Blick

Zu den typischen Symptomen bei Sodbrennen zählen:

  • Brennen in der Speiseröhre
  • saures Aufstoßen
  • Magenschmerzen
  • Völlegefühl und Magendruck

Nicht zu Unrecht wird Sodbrennen im englischen Volksmund auch als „heartburn“ bezeichnet – übersetzt „Herzbrennen“. Denn viele Menschen empfinden Sodbrennen als brennenden Schmerz in der Brust oder im Bereich des Herzens, meist bis hinauf in die Speiseröhre. Und auch saures Aufstoßen zählt zu den typischen Beschwerden, die mit Sodbrennen einhergehen. Dabei gelangt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre (Reflux). Häufig führt dies zu einem unangenehm sauren oder bitteren Geschmack im Mund. Die Folge: Der saure Magensaft reizt die Speiseröhre und kann sogar die Zähne angreifen. Zudem kann die Speiseröhrenreizung Husten oder Schluckbeschwerden auslösen.

Wodurch die Symptome entstehen: die Magensäure ist schuld

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre hochfließt und dort die Schleimhaut angreift. Durch die Reizung spüren Betroffene dann häufig Schmerzen, Brennen oder ein Druckgefühl in der Speiseröhre.

Dabei ist die Magensäure eigentlich eine sehr nützliche Flüssigkeit und für unsere Verdauung enorm wichtig. Aber sie ist mit ihrem stark sauren pH-Wert auch sehr aggressiv. Weil der Magen gut geschützt ist, richtet die Säure dort in der Regel keine Schäden an. Sobald sie jedoch in die Speiseröhre gelangt, kommt es zu Reizungen. Wie schmerzhaft diese Reizungen sind, ist dabei von Person zu Person unterschiedlich. Denn jeder Mensch hat ein individuelles Schmerzempfinden. Daher können auch die Symptome und Symptomstärken verschieden sein.

Wann treten die Beschwerden auf?

Häufig treten die Beschwerden nachts bzw. im Liegen auf. Denn in dieser Körperposition kann die Magensäure leichter wieder in die Speiseröhre zurückfließen. Um nächtliches Sodbrennen zu verringern,

  • schlafen Sie am besten in Rückenlage,
  • lagern Sie Ihren Oberkörper erhöht und
  • essen Sie 3-4 Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr.

Auch nach körperlicher Belastung oder beim Bücken kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen und zu Sodbrennen führen. Vermeiden Sie deshalb unmittelbar nach dem Essen sportliche Betätigungen und anstrengende Bewegungen.

Sind die Sodbrennen-Symptome harmlos?

In der Regel sind die Beschwerden bei Sodbrennen harmlos. Sie entstehen zumeist spontan, wenn die letzte Mahlzeit zu üppig ausgefallen oder schwer verdaulich ist. In diesem Fall sind die Symptome eine Reaktion unseres Körpers auf die unwillkommene Belastung. Denn bestimmte Lebensmittel, wie beispielsweise

  • fettige,
  • süße oder
  • stark gewürzte Speisen

verweilen lange im Magen und fördern die Überproduktion von Magensäure. Und auch hastiges Essen sowie größere Mengen Alkohol, Koffein und Nikotin können den Magen stark belasten. Häufig entstehen dadurch neben saurem Aufstoßen auch Magenschmerzen und ein Völlegefühl.

Alarmsymptome: in diesen Fällen müssen Sie zum Arzt

Sobald die Symptome für Sodbrennen sehr stark sind oder häufiger als 1-mal wöchentlich auftreten, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Denn er kann die Ursache der Beschwerden medizinisch abklären.

Außerdem ist ein Arztbesuch unbedingt erforderlich, wenn Sie die folgenden Alarmsymptome bei sich feststellen:

  • Schluckbeschwerden,
  • starke und unbeabsichtigte Gewichtsabnahme,
  • Bluterbrechen,
  • schwarzer Stuhl,
  • schwere Symptome.

Denn diese Beschwerden müssen möglicherweise sofort behandelt werden.

Schnelle Hilfe bei Sodbrennen: damit Ihnen das Leben wieder schmeckt

Gelegentlich auftretendes Sodbrennen können Sie mit einer Reihe von Mitteln schnell und zuverlässig behandeln. Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sind oftmals auch Hausmittel gegen die Symptome von Sodbrennen wirksam. Und als schnelle Hilfe bei akuten Beschwerden stehen Ihnen zusätzlich Medikamente zur Verfügung. Viele davon sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Hierzu zählen:

  • traditionelle Antazida,
  • Schichtgitterantazida (z. B. Magaldrat),
  • Protonenpumpenhemmer und
  • H2-Rezeptorblocker.

Insbesondere Schichtgitterantazida haben sich bei gelegentlichem Sodbrennen und saurem Aufstoßen bewährt und sind gut verträglich. Dabei haben Sie, je nach persönlicher Vorliebe, die Wahl zwischen Kautabletten und Magengelen.

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AutorMEDAHCON, Medical Writer
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Medical AdvisorDR. KADE, Leiterin Medical Affairs

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